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Verfasser-Archiv
Nicht auf Kosten der anderen
16.3.2012 von MM.
Von Rolf Höller 10.03.2012 / Geschichte
Die Kritik des Silvio Gesell an einem raffgierigen System
Silvio Gesell Foto: Archiv |
Krankt unser System am Verhältnis der Menschen zum Geld? Ursprünglich als bequemer, nicht verderblicher Tauschersatz geschaffen, um Werte zu messen, entwickelte sich »das Geld als Wert der Werte« zum Wert an sich. Dieser Vergleich stammt zwar vom Autor der Philosophie des Geldes, Georg Simmel. Zugestimmt hätte ihm sein Zeitgenosse Silvio Gesell.
Der am 17. März 1862 im Eifelstädtchen Sankt Vith, damals preußische Rheinprovinz, heute Belgien, geborene Ökonom wollte der Wirtschaft eine Radikalkur verordnen. Die Fixierung auf das Geld, griff er einen Simmel’schen Gedanken auf, hindert den Menschen daran, sich auf seine eigentlichen Qualitäten zu besinnen. Ein Unternehmer beispielsweise, der seinen Gewinn zur Bank trägt, weil ihm dies höhere Zinsen verspricht, als weitere Investitionen dies tun würden, unternimmt nichts mehr. Nicht weniger kontrainitiativ verhält sich ein Fabrikant, der nur an der Gewinnabschöpfung interessiert ist, unabhängig von den Produkten, die er herstellen lässt. Oder ein Konzernchef, der nur deshalb neue Investitionen tätigt, um Steuern zu sparen. … weiterlesen
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Wie wollen wir zusammenleben?
16.3.2012 von MM.
Umlaufsicherung unseres Geldes, z.B. des Euro
Unser gesetzliches Zahlungsmittel läuft nicht rund. Es ist ein schlechtes Tauschmittel, wozu es eigentlich dienen soll. Jeder Mensch, der Geld eingenommen hat, sollte veranlasst werden, das Geld so schnell wie möglich weiterzugeben: entweder, um die für den Markt erzeugten Waren und Dienstleistungen zu kaufen, um sie zu verbrauchen, oder das Geld jemandem als Kredit zu überlassen, der es jetzt ausgeben möchte und der sich verpflichtet, es zum vereinbarten Zeitpunkt zurückzugeben, wenn der Gläubiger es für seine Bedürfnisse ausgeben möchte. Dadurch würde der Rangunterschied zwischen “König Kunde” und “Bettler Anbieter” auf gleiche Augenhöhe eingestellt. Um das zu erreichen, müsste das umlaufende Geld einer ständigen Wertminderung unterworfen werden, die dem Durchschnitt der Wertminderung der angebotenen Waren und Dienstleistungen entspricht, so etwa 5% jährlich. Gegebene Darlehen als Guthaben sind von der Wertminderung ausgeschlossen. Die Technik einer solchen automatischen Wertminderung ist bereit ausgearbeitet und kann auf Verlangen nachgeliefert werden. Auf diese Weise vermeidet man eine Inflation und erreicht, dass das Geld nicht, wie heute z.B. unter den Banken nicht mehr ausgeliehen wird. Dieser Vorschlag einer Umlaufsicherung durch “rostende Banknoten” wurde erstmalig von Silvio Gesell gemacht, einem deutschen Kaufmann, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 150. mal jährt. Erstmalig wure ein solches Geld 1932 in Wörgl in Tirol praktisch erprobt. Man kann sich im Internet über die Frage unter Umlaufsicherung ausführlich informieren.
Es bedarf zur Verwirklichung lediglich einer Einführung in der europäischen Zentralbank, wozu wohl ein Gesetz notwendig ist. Kosten entstehen dadurch nicht. Man könnte auch damit beginnen und z.B. in Griechenland ein Parallelgeld (Drachme) mit Umlaufsicherung einführen. Das würde dort die Rezession bekämpfen und den Griechen die Erfüllung ihrer Sparmaßnahmen erst ermöglichen. Das würde allen nützen und niemandem schaden. Das Parallelgeld wäre vor allem nachhaltig in seiner Wirkung und wesentlich billiger einzuführen. als die fortgesetzten und
eigentlich nutzlosen Rettungsgelder.
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Bietet die Monetative mit ihrer Idee staatlich geschöpften Vollgeldes einen nachhaltigen Ausweg aus der Staatsschuldkrise?
27.2.2012 von MM.
von Samirah Kenawi
Wachsende Staatsschulden und drohende Staatspleiten verlangen neue Lösungen. Seit allgemein bekannt ist, dass Banken das Geld, das sie den Staaten leihen, aus dem Nichts schöpfen, stellt sich die Frage, warum Staaten ihren Geldbedarf nicht durch eigene Geldschöpfung decken? Warum den Banken Zinsen zahlen, wenn man selbst Geld schöpfen kann? Dann würden außer den Zinskosten auch die Tilgungsforderungen (Rückzahlungsforderungen) der Banken entfallen.
Staatliche Geldschöpfung – als Ausweg aus der Schuldenkrise – scheint machbar, da die oft beschworene Inflation (infolge ständiger Geldmengenausweitung durch wachsende Staatsschulden) nie im erwarteten Ausmaß eingetreten ist. Diplomierte Ökonomen fordern ihr Regierung zwar zum Sparen auf, warnen im gleichen Satz aber vor den Folgen der Sparpolitik. Auf die erklärte Sparabsicht folgt so promt das nächste Konjunkturprogramm, finanziert durch neue Staatsschulden. Denn die Geldmengenausweitung ist zwingend notwendig, um eine Deflationsspirale zu vermeiden.
Aus Angst vor Inflation beschließt man Schuldenbremsen, aus Angst vor Deflation ignoriert man sie. Ohne dem Widerspruch zwischen Sparen wollen und Schulden machen müssen, nachzugehen, sieht die Monetative in souveräner staatlicher Geldschöpfung den Ausweg aus der Schuldenkrise.
Da Staatsschulden auf lange Sicht überall ausgeweitet werden, scheint die Angst vor daraus folgender Inflation tatsächlich unbegründet. Der Vorschlag der Monetative den Zinsforderungen der Banken durch staatliche Geldschöpfung zu entgehen, erscheint deshalb folgerichtig. Um die Nachhaltigkeit dieses Lösungsvorschlages zu prüfen, soll hier den sich aus dem oben skizzierten Widerspruch ergebenden Fragen nachgegangen werden.
1. Warum muss der Staat seit Jahrzehnten die Konjunktur durch immer neue Programme ankurbeln?
2. Warum erzeugt Staatsverschuldung keine entsprechende Inflation? Anders gefragt, wo landet das Geld aus staatlicher Geldschöpfung?
3. Wofür zahlt der Staat Zinsen, wenn:
a. Geld aus dem Nichts entsteht,
b. staatliche Bürgschaften illiquiden Banken wieder Zahlungsfähigkeit verschaffen, weil die staatlichen Garantien aus dem Geld der Geschäftsbanken voll gültiges staatliches Zahlungsmittel machen?
Die Monetative stellt diese Fragen nicht. Sie fokussiert allein auf den durchaus spannenden Punkt: Warum kann der Staat nicht selbst Geld schöpfen, da er im Krisenfall doch als unumschränkter Garant des Geldwertes fungiert? Sehen wir zuerst, wohin uns die anderen Fragen führen.
Zu 1: Der Staat muss ständig neues Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpen, weil durch Profitakkumulation unentwegt Geld aus der Realwirtschaft abgezogen wird. Dieses Geld fließt in die Finanzwirtschaft und nur ein kleiner Teil davon kehrt später in die Realwirtschaft zurück. Infolge dessen wird Geld für Warenkäufe knapp. Um Absatzkrisen zu vermeiden und eine Deflationsspirale zu verhindern, muss der Staat den Geldabfluss aus der Real- in die Finanzwirtschaft durch sogenannte Konjunkturprogramme ausgleichen. Er muss stets mehr ausgeben als er einnimmt, damit einige stets mehr einnehmen können als sie ausgeben.
Zu 2: Da das durch staatliche Kreditaufnahme geschaffene Geld über den Umweg der Realwirtschaft nach und nach in die Finanzwirtschaft abwandert, wird die in der Realwirtschaft zirkulierende Geldmenge kaum größer. Trotz absolut wachsender Geldmenge, bleibt die warennachfragende Geldmenge weitestgehend konstant. Während die in der Finanzwirtschaft zirkulierende Geldmenge immer schneller wächst, bleiben die Warenpreise vergleichsweise (!) stabil.
Statt dessen steigen die Wertpapierpreise, was bekanntlich erwünscht ist. Diese Preisinflation (Hausse) scheint geradezu notwendig zu sein. Sobald das Wachstum an den Börsen zusammenbricht, sehen sich Regierungen gezwungen, Banken zu retten.
Dazu müssen sie entweder für die illiquiden (zahlungsunfähigen/„in Schieflage geratenen“) Banken bürgen, oder beim krisengeschüttelten Bankensektor Kredite aufnehmen, um Geld zu schaffen, mit dem illiquide Banken ihre Spielschulden bezahlen können. Wenn vom Bankensektor dann Zinsen für die Rettung von Banken verlangt werden, fragt man zu Recht nach dem Sinn dieses Geldsystems. Denn in diesem Fall verdienen die einen Banken an der Rettung der anderen, wobei deren Rettung zugleich den eigenen Bankrott verhindert.
Zu 3a: Die Zinsforderungen werden von den Banken zunächst dadurch begründet, dass Banken Dienstleistungsunternehmen sind, die ihre Betriebskosten aus Zinseinnahmen bestreiten müssen. Zu solchen Zwecken erheben Banken jedoch auch Kreditprovisionen und Kontogebühren.
Außerdem verweisen die Banken auf ihre Pflicht zur Bildung von Rücklagen zur Absicherung gegen Kreditausfälle. Irgendwie reichen die Rücklagen aber nicht, um die faulen Kredite aus den Bankbilanzen zu tilgen.
Ist das Bilanzloch schließlich zu groß und die Zahlungsunfähigkeit nicht mehr zu verschleiern, muss der Staat als Bürge oder gar als Zahlmeister für die insolventen Schuldner der Bank einspringen. Nimmt der Staat dazu bei einer Bank verzinste Kredite auf, um einer anderen Geld zur Tilgung fremder Schulden zu zahlen, fragt man nach dem Recht Zinsen zu erheben. Haben die Banken ihre Zinsforderung nicht damit begründet, sich gegen Kreditausfälle absichern zu müssen? Wenn bei Kreditausfällen aber nicht die Bank, sondern der Staat die Schulden tilgt, warum erhält die Bank und nicht der Staat die Zinsen?
Zu 3b: Da Banken ihre Einnahmen nicht hinreichend zur Absicherung ihrer Kreditgeldschöpfung verwenden (sondern große Teile als Gewinne auszahlen), zwingen sie den Staat, die Haftung für faule Kredite zu übernehmen. Da der Staat jedes Geld (auch wertloses Buchgeld der Banken) per Gesetz zum voll gültigen Zahlungsmittel erklären kann, hat er die Macht, im Krisenfall zum unangefochtenen Garant des von den Banken geschöpften Geldes zu werden. So wird doppelt unverständlich, warum er Zinsen zahlen muss.
Es zeigt sich, dass die heutigen Banken keine sehr soliden Geldschöpfer sind. Doch wer garantiert, dass der Staat ein besserer Geldschöpfer ist? Würde er sein Recht auf unbeschränkte Geldschöpfung nicht (z.B. vor Wahlen) nutzen, um populäre Projekte zu finanzieren? Werden beispielsweise neue Stellen im Sozial- oder Bildungsbereich geschaffen, erhöht sich das Warenangebot dadurch nicht. Wenn nur die Geld- nicht aber die Warenmenge steigt, kommt es zu Inflation. Die kann zwar durch Geldabfluss in die Finanzwirtschaft bald wieder sinken, der Preisverfall kann dann jedoch eine Rezession bewirken.
Um solche Wechselbäder zu verhindern, fordert die Monetative eine Art staatliches Währungsamt, das die Geldmenge an Hand eines Preisindexes steuert. Aus zwei Gründen halte ich es für unmöglich, durch ein Währungsamt stabile Preise zu gewährleisten.
Erstens lässt sich kein absoluter Preisindex aufstellen. Es können nie alle Preise mitsamt ihren regionalen und saisonalen Schwankungen erfasst werden. Jeder Preisindex ist deshalb manipulierbar. Zweitens lässt sich eine politische Einflussnahme auf das Währungsamt kaum vermeiden. Es ist unrealistisch, anzunehmen, dass nicht spätestens in Krisenzeiten (infolge Naturkatastrophen oder Krieg, wobei der Krieg nicht unbedingt im eigenen Land stattfinden muss) eine Lockerung der Währungspolitik erfolgt. Die Geschichte kennt hierfür zahlreiche Beispiele, denn staatliche Geldschöpfung hat es bereits in der Antike und im Feudalismus gegeben.
Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass der Staat sein Geldschöpfungsmonopol nicht genauso missbrauchen wird, wie es die Banken heute tun. Ein solcher Missbrauch kann nur durch eineindeutige Geldschöpfungsregeln verhindert werden, deren Verletzungen zeitnah erkannt und geahndet werden können müssen. Geldschöpfung durch ein staatliches (schwer kontrollierbares) Währungsamt auf Basis eines (manipulierbaren) Preisindexes stellt kein eineindeutiges, demokratisch kontrollierbares Regelwerk dar.
Aus der Geschichte staatlicher Geldschöpfung wissen wir, dass Geld- und Währungsgesetze immer vor allem von den autorisierten Geldschöpfern selbst gebrochen wurden. So ist z.B. die Geschichte der Falschmünzerei vor allem eine Geschichte königlicher Münzfälschung, auch wenn natürlich immer nur die privaten (unautorisierten) Münzfälscher gehängt wurden.
Geldschöpfungsmonopole führten immer dazu, die politische Macht in den Händen der Geldschöpfer zu konzentrieren. Staatliche Geldschöpfung führt deshalb nach allen geschichtlichen Erfahrungen unweigerlich zu Neoabsolutistischen Machtstrukturen.
Allerdings werden diese absolutistischen Strukturen wie in der Vergangenheit nicht von Dauer sein, zumindest, solange eine Finanzwirtschaft existiert, in der sich mehr und mehr Geld sammeln kann. Je größer der dort zirkulierende nicht durch Warenwerte gedeckte Geldüberhang wird, desto größer das Interesse der Geldvermögenseigentümer, das Geldschöpfungsmonopol des Staates abzuschaffen. Denn ohne Möglichkeit zur Geldmengenausweitung durch staatliche Geldschöpfung entstünde bei Geldbedarf eine Kreditnachfrage nach ihrem Geld, so dass sie Zinsen erpressen können.
Das Ändern der Geldschöpfungsregeln ließe sich durch konzertierte Aktionen der Superreichen leicht erzwingen. Sie könnten beispielsweise die Preise von Grundnahrungsmitteln durch gezielte Käufe hochtreiben, so dem Volk vorführen, wie unsolide das System staatlicher Geldschöpfung ist, denn bei schnellen Marktinterventionen hätte das Währungsamt keine Chance gegenzusteuern. Wenn der Volkszorn kocht, könnten sich die Spekulanten durch Verkauf billiger Nahrungsmittel als Retter inszenieren. Neue Gesetze sind dann bald auf den Weg gebracht.
Nichtsdestotrotz kann staatliche Geldschöpfung vorübergehend dem Machterhalt der Eigentümerklasse dienen. Denn ehe die großen Geldvermögen bei einem Zusammenbruch unsere Banken- und Geldsystems einfach verschwinden, ist es allemal attraktiv das gesamte Buchgeld per Gesetz zu vollgültigem staatlichem Zahlungsmittel zu erklären. Die Eigentümerklasse wird den Umstand, dass dann nicht mehr private Banken, sondern ihr Staat das Geld schöpft, ertragen, da er hilft, das zur Zeit schwindende Vertrauen in unser Geld neu zu festigen. Irgendwann wird die Zeit reif sein, den Staat wie oben skizziert zu entmachten.
Ich halte es daher für wahrscheinlich, dass ein System staatlicher Geldschöpfung genauso per Unfall (per Notgesetz) in die Welt tritt, wie einst das Notenbanksystem inthronisiert, bzw. das Goldstandardsystem entthront wurde. Da es an der bestehenden Vermögensverteilung nichts ändern wird, sollte es eher darum gehen, ein System staatlicher Geldschöpfung zu verhindern, statt dafür zu werben.
Mir scheint die Idee einer staatlichen Geldschöpfung mit einem demokratischen Gesellschaftsideal nicht unvereinbar. Demokratie braucht demokratische Geldschöpfungsregeln, siehe hierzu meinen Text über warengedecktes Geld.
Frankfurt am Main, 27.2.2012
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Globalisierungsgegner protestieren gegen Rohstoffspekulation.
17.10.2011 von MM.
Demonstration vor der Frankfurter Börse
Verdammt schnell sind diese Organisatoren, Demonstrationen kurzfristig und weltweit an einem Tage aufzuziehen, damit die Medien etwas zu berichten haben!
Der 15. Oktober wurde zu einem Demonstrations-Super-Ereignis. Seltsamerweise wochenlang vorher angekündigt, an diesem Tage würde etwas passieren. Toll wurde es nun allerdings doch nicht. Wir dachten schon an Schlimmeres, denn wenn die Propheten schreien, fürchtet man sogleich wieder einen Überfall auf irgend ein Land, das den Geldsäcken mißfällt.
„Wall Street besetzen!“ hatte im August-September als Protestbewegung durch Großbanken enteigneter US-Bürger anscheinend einen spontanen Anfang genommen. Ominös!
Jetzt wurde etwas ganz Großes daraus gemacht. Die Regie arbeitete auch in der Bundesrepublik mit ihrer allzeit bereiten linken Gefolgschaft in „50 deutschen Städten“, wie die halbamtlichen Zahlen der Demonstranten beweisen:
5000 in Frankfurt, 1500 in Köln, 6000 in Berlin, die anderen scheinen nur wenige auf die Straße bekommen zu haben, so daß keine Zahlen verfügbar sind. Auch in London waren es nur 1000, in Zürich gerade mal 200, 100 in Kapstadt, 60 in Johannesburg, 600 in Seoul, 120 in Tokio, 200 in Hong Kong, 800 in Sydney. In New Yorks Manhattan randalierten so viele, daß 700 Maulhelden von der Polizei festgenommen wurden. Aber knüppelschwingende Polizisten machen ja diese Umzüge erst berichtenswert. Wir erlebten oft genug bei den G8 Konferenzen ähnliches.
Der Stimmaufwand der Demonstranten entsprach üblichen, freilich längst abgedroschenen, marxistisch-linken Hirnblähungen, die immer wieder von kommunistischen Paradies träumen: Dazu werden von den Medien passende Zitate zorniger Demonstranten aufgetischt und weltweit verbreitet: In New York:“Ein weltweiter Aktionstag gegen die Raffgier der Wall Street“. „Die Protestbewegung wird organisieren, diskutieren, und eine Bewegung für eine andere Welt aufzeigen, die von den Superreichen 1% beherrscht wird,“ heißt es auf der website von „Occupy Sydney“. In Hong Kong erklärte Lee Chun Wing, 29 (Name unbedingt merken!): „Hong Kong ist ein Paradies für Kapitalisten! Reichtum wird von Arbeitern geschaffen, Kapitalismus ist ein ungerechtes System!“ Levin Jiang, 22, (Name unbedingt merken), Studuent der Katholischen Universität in Taipeh, Taiwan, sang mit den Demonstranten die Internationale und erklärte Medien-Journalisten: „ Die ungerechte kapitalistische Gesellschaft ärgert mich. Ich bin Antikapitalist!“ Das sind beachtliche Meinungen und Nachrichten, die die Welt wissen muß!
Diese Sorte Sprüche ist wirklich nicht neu. Zu ergänzen wäre beispielhaft die Klage einer US-Demonstrantin, die sich im Weltnetz über die Zensur beschwerte, weil die Organisatoren der Umzüge nicht-konforme Plakatideen verhinderten und verboten! Sie fragte öffentlich: „Kann diese Bewegung nicht eine George-Soros-Produktion sein? Offenbar ist da eine Führung, die streng überwacht, was bei diesen Demonstrationen zu sagen erlaubt ist.“
Kevin McDonald in theoccidentalobserver.com:
„Die Bewegung „Wallstreet besetzen“ und ihre vielen Ableger sind eindeutig eine Schöpfung der Linken…es ist eine Ironie, daß in der OWS (Occupy Wall Street)-Bewegung eine auffallend jüdische Einflußnahme sichtbar geworden ist (siehe: „‚Besetze Wall Street‘ nimmt eine jüdische Färbung an“; JTA, 11-10-2011)….Progressive Aktivisten übernehmen die Absichten der Protestler mit jüdischen Thesen, Chabadniks nahmen sich die Gelegenheit, um Mitzvahs zu feiern, in einem Sukkuh zu sitzen; OWS Proteste sind ein Gelenk jüdischen Ferments geworden. Auch in Boston und Philadelphia hielten die jüdischen Aktivisten an den Demonstrationsplätzen Jom Kippur-Feierlichkeiten ab. ‚Wo man Judaismus findet, ist für viele von uns isoziale Gerechtigkeit‘, sagte Regina Weiss, Sprecherin der Fortschrittlichen Jüdischen Allianz. Es gibt nichts wichtigeres als in der heiligsten Nacht des Jahres, Jom Kippur, aufzustehen und sich zum Judentum zu bekennen, und für größere Gleichheit im ganzen Land einzustehen.“
„Was wir bei den jüdischen Protestorganisatoren nicht finden, ist irgend eine Andeutung auf jüdische Herrschaft der Wallstreet. Vorigen Donnerstag, auf dem Wege zur Arbeit, hörte ich Bill Handel, einen jüdischen Radio-Sprecher, der sich über die Proteste folgendermaßen ausließ. „Es ist mein Stamm, der Wall Street beherrscht- was soll mich da aufregen:“ …Wir können nicht damit rechnen, daß sein Kommentar von den Medien ausgeschlachtet wird.
Selbstverständlich sitzen die Juden in den beherrschenden Stellungen der Wall Street. Dieses Generalthema wurde bereits woanders besprochen in „Unsere unethische Finanzelite“ und „Hat jüdisches Verhalten etwas mit der jüdischen Einstellung zum Geld zu tun?“
Aber man erwarte nicht, daß die OWS Proteste darüber einen Hauch andeuten- der einsame Mensch, der sich darüber ausläßt, muß mit viel Ärger rechnen, wenn er das ausspricht.“
Wir haben oft genug erklärt, daß Demonstrationen, Massenumzüge, Wahlen u.a.m. gegen die Geld- und Finanzpolitik der Machthaber sinn- und zwecklos sind. Wie im obigen Bericht dargetan, wurden ehrlich gemeinte Proteste und Protestierende umgehend von Agenten der Geldmacht übernommen, abgebogen und dann zum Kasperltheater aufgebauscht. „Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er es beim Kragen hätte.“ Abgesehen davon, daß Politiker und demokratische Regierungen nicht den Volkswillen auszuführen wagen, aber umso williger den ihrer geldreichen Hintermänner. Das System ist so verfault, daß man die Geduld aufbringen muß, auf seinen Zusammenbruch zu warten. Der kommt so sicher wie die Sonne abends untergeht.
Georg Kausch
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23.9.2011 von MM.
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