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Archive für 3.12.2010
Ähnlichkeiten mit unserem Modell
3.12.2010 von MM.
Auszug aus dem Diskussioonsforum “New Money”:
… Die Lösung ist jedoch ganz einfach: Führen wir uns einmal vor Augen, dass ein Tier zunächst fressen muss, um arbeiten zu können, während beim Menschen das Gegenteil die Regel ist. Er muss zunächst sein Geld durch Arbeit erdienen, um sich seine Nahrung kaufen zu können! Eine natürliche Wertschöpfung setzt voraus, dass Tier und Mensch zunächst gefüttert werden, um arbeiten zu können, d.h. dass die Kaufkraft der Verbraucher im Vorfeld durch Löhne gesichert werden muss! Eine ökologisch ausgerichtete Politik des Nullwachstums hat natürlich zur
Folge, dass es nicht mehr möglich ist, Kapital zu bilden durch Zinsen. Welche Bank kann dann noch Geld verleihen, wenn sie keine Zinsen mehr für Darlehen bekommt und wenn sie für Sparkonten sogar noch welche bezahlen muss? Ökologie und umweltschonendes Nullwachstum haben also keinen Platz in einer Zinswirtschaft! Wie kann man sich aus diesem Dilemma befreien? Die Natur zeigt uns wieder einmal den richtigen Weg: Es muss den Menschen ermöglicht werden, mit den Naturressourcen auszukommen – wie es die Tiere tun, die seit Millionen von Jahren ohne Kriege überlebt haben, weil sie sich mit dem begnügen, was ihnen die Natur bietet… Krieg ist ein Unheil!
Bedeutet dies nun, dass wir die moderne Industriegesellschaft ins Steinzeitalter zurückversetzen müssen? Nein, denn das würde einen ewigen Weltkrieg und das Ende aller Zivilisationen bedeuten.
Um aus dieser Sackgasse zu gelangen, muss die Neue Ökologie einen Quantensprung wagen und erklären, dass der Mensch die gleichen Rechte wie die Maschinen und Tiere beanspruchen darf : Sich mit Treibstoff voll zu tanken bzw. sich mit Nahrung zu versorgen, bevor gearbeitet wird. Die Frage der Wertschöpfung reduziert sich dann auf die durch Arbeit umgesetzte Energiemenge. Letztere lässt sich leicht berechnen, wenn davon ausgegangen wird, dass der Mensch als intelligentes Tier ein lebendes Kraftwerk ist, das Energie im Vorfeld der Arbeit erzeugt. Unter diesen neuen Voraussetzungen wird der ökologische Staat die vom Volk erzeugte Energie kaufen und sie dem Volk bezahlen, bevor es arbeiten muss. Diese Vergütung deckt seine Bedürfnisse und erlaubt ihm, innerhalb der von der Natur festgelegten Grenzen sein Leben frei zu gestalten. Um dieses Grundrecht in Anwendung zu bringen, wird das ökologische Volk seine Verfassung um folgenden kleinen Satz ergänzen:
„Die Wertschöpfung wird durch den Energie-Einsatz im Arbeitsprozess erzeugt und in kW/h berechnet.“
Dadurch wird der ökologische Staat ermächtigt, dem Volk die von ihm zu erzeugende Energie zu vergüten – bevor gearbeitet wird. Dieser Lohn wird auf der Grundlage der verarbeiteten Energiemenge bzw. des energiegestützten Weltwährungsstandards in kW/h berechnet. Es reicht dann aus, eine Gleichung zwischen der eingesetzten Energie- und der Verkehrsgeld-Menge festzulegen, um eine ökologische Wirtschaft auf die Beine zu stellen. Da der sich auf die Sonne stützende ökologische Weltstaat verfassungsrechtlich unendlich gerecht und gütig ist, sichert er allen Menschen auf unserem Planeten eine lebenslange Vergütung, die weltweit nach der gleichen Formel berechnet wird. Zum ersten Mal in der Geschichte verschwinden die Grenzen zwischen Menschen, und die freie Weltwirtschaft verfügt dann über einen echten, freien Binnenmarkt.
Wir können gleichzeitig mit den Vereinigten Staaten von Europa den ökologischen Staat errichten, da scheinbar die jetzige EU dazu nicht in der Lage ist. Diese neue Föderation vereinigt 48 Staaten und rund 700 Millionen Bürger in einem Gebiet, das sich von Grönland bis zum Golf von Akaba erstreckt. Um den Vereinigungsprozess zu beschleunigen, bietet unsere Website allen Internetsurfern der Welt die Möglichkeit, einen Scheck in Höhe von einer Million €CU (Equivalent Currency Unit) als Begrüßungsgeschenk zu bekommen, der am Tage der Ausrufung der Vereinigten Staaten von Europa von der Europäischen Bundesbank in EURO ausgezahlt wird. Da dieses Verfahren vollautomatisch ist, wollen wir dadurch weltweit 6 Milliarden Menschen zu Millionären machen. Vorübergehend wird dann die Europäische Bundesbank die Weltbank und den IWF ersetzen. Dies bedeutet, dass die in Entstehung begriffenen „UNITED STATES OF EUROPE“ (USE) das Schicksal des Planeten in eigene Hände nehmen werden. Ein fünfjähriger Plan wird es ermöglichen, unser Ziel auf sanfte Weise in die Tat umzusetzen, ohne vom Bürger dafür einen einzigen Cent zu verlangen, weil der ökologische Staat sein Geld von der lebenspendenden Sonne holt und im Vorfeld Steuern und Zinsen abgeschafft hat. Durch die Tatsache, dass fortan alle Menschen für immer sozusagen von der Sonne bezahlt werden, braucht diese gigantische Geldmenge nicht mehr im Vorfeld von den Maschinen erzeugt zu werden und die diesbezügliche CO2-Emission fällt weg. Dies ist das glaubwürdigste ökologische Argument, denn so wird der Erwärmung unseres Planeten Einhalt geboten und rund ein Drittel des Erdöls wird weltweit gespart: Die Menschen werden künftig sogar weniger arbeiten müssen und dennoch viel mehr als heute verdienen! Da der Energieumsatz voll in die Wertschöpfung einfließt, wird jegliche Energieverschwendung durch Verteuerung des Einstandspreises der Produktion bestraft. Transporte über große Entfernungen werden künftig stark zurückgehen, vor allem deshalb, weil der Staat die Preisbildung an der Quelle streng überwachen wird. Dies alles bedeutet, dass aus der Wirtschaft eine exakte Wissenschaft wird, die leicht zu lenken ist. Der ökologische Staat kennt keine Verschuldung mehr, und alle jetzigen Staatsschulden werden weltweit auf einen Schlag mit Sonnengeld, dem €CU, getilgt.
Dieses Projekt birgt allerdings eine Gefahr: Sollte ein erdölproduzierendes Land – wie z.B. Venezuela oder Iran – im Alleingang zum System dieses ökologischen Staates überwechseln, wird die kapitalistische Weltwirtschaft in nur einer Woche unumkehrbar zusammenbrechen und möglicherweise einen Weltkrieg nach sich ziehen.
© 9/2009 Europa-Forum zur Gründung der Vereinigten Staaten von Europa
Reaktion:
Zum Text “Kann die Ökologie Wahlen gewinnen?” möchte ich einige Anmerkungen machen.
Arbeit wird in Kraft (N) mal Weg (m) angegeben, also J=N*m
Leistung ist Arbeit pro Zeit J/s=W
Wenn Sie kW/h schreiben ist das Leistung pro Zeit.
Es muß lauten: Arbeit in J, kJ oder kWh=3600 kW*s = 3600 kJ.
Nun kann aber ein Mensch so wie jedes Tier nur einen Teil, der in der Nahrung aufgenommenen Energie in nutzbare Arbeit umwandeln. Insofern ist die Berechnung in kWh als allgemeines Maß problematisch.
Heute werden zur Erzeugung von Nahrung mit 1 kJ Energieinhalt bis zu 10 kJ benötigt. Diese zusätzlich Energie kommt zum größten Teil aus fossilen Quellen. Das Dieselöl, welches den Traktor antreibt, die Mineraldünger, die auf das Feld aufgebracht werden, die Energie zum Mahlen des Getreides, die Wärme zum Backen des Brotes und zum Schluß auch noch die gesamten Transporte werden aus Erdöl oder Kohle gewonnen. Der Anteil der Sonnenenergie im Getreide ist zwar wichtig, aber in der konventionellen Agrarwirtschaft sehr gering.
Diese heute üblich Agrarwirtschaft kann so nicht mehr lange durchgeführt werden, weil Erdöl knapp und teuer wird. Ein Umstieg auf andere fossile Energieträger ist nicht schnell genug möglich und auch nicht dauerhaft.
Die Bauern müssen zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zurückfinden. So wie früher ein Teil der Ackerfläche für die Ernährung der Ackerpferde benötigt wurde, wird künftig wohl dieser Teil für die Produktion von Biotreibstoff genutzt werden müssen. Dann kann man sagen, dass die in der Nahrung vorhandene Energie vollständig aus der Sonnenenergie kommt, allerdings mit erheblichen Umwandlungsverlusten. Auch im Erdöl steckt nur ein winziger Bruchteil der vor Jahrmillionen eingestrahlten Sonnenenergie, mit der die Algen damals gewachsen sind.
Zum Glück erhält die Erde genug Sonnenenergie, um trotz aller Umwandlungsverluste das Leben aller Pflanzen, Tiere und Menschen zu ermöglichen.
Eine andere Frage betrifft das Geld, welches der Staat an alle Bürger auszahlen soll.
Es ist richtig, erst zu zahlen und dann die Arbeit als Gegenleistung zu erhalten, ohne Essen kann man nicht arbeiten. Aber wenn das nicht wie ein bedingungsloses Grundeinkommen gehandhabt wird, kommt es nach einer gewissen Zeit zur Inflation. Wenn monatlich neues Geld in die Wirtschaft kommt, läuft bald zuviel Geld um und die Preise beginnen zu steigen. Dann wird aber das ausgezahlte Bürgergeld nicht mehr ausreichen, oder es muß ebenfalls jeden Monat erhöht werden. Das ist aber nichts anderes als eine gallopierende Inflation. Das haben die Menschen in Deutschland im letzten Jahrhundert zweimal erlebt und scheuen es wie der Teufel das Weihwasser.
Als Basis für das auszuzahlende Bürgergeld muss der Staat dieses Geld im gleichen Maße wieder einsammeln. Sei es als Bezahlung für die verkauften Waren, oder als Steuer. Oder der Staat darf nur Geld ausgeben, das sich selbst vernichtet, indem es jeden Monat etwas weniger wert ist.
Ein Vorschlag dazu findet man unter dem Stichwort “Joytopia”. Der Autor Bernd Hückstedt schlägt ein Geld vor, dessen Geldscheine in jedem Quartal um 25% abgewertet werden. Das soll so geschehen, dass für den Einkauf im Wert von 100 Euro nach 3 Monaten 125 “Dank” (so nennt er das Geld) bezahlt werden müssen, nach 6 Monaten sind es dann 150 Dank, nach 9 Monaten 175 Dank.
Nach einem Jahr braucht man 200 Dank von dem alten Geld oder wieder 100 Dank von dem neu ausgegebenen Geld (Jeder Schein hat eine Jahresnummer). Jedem Bürger werden jeden Monat eine gewisse Menge “Dank” ausbezahlt, ab April dann 1,25 mal soviel, ab Juli 1,5 mal, ab Oktober 1,75 mal so viel wie im Januar.
Da dieses Geld innerhalb eines Jahres auf die Hälfte seines Wertes schrumpft, kann man es nicht horten. Wer es versucht, wird trotzdem niemals mehr als das Doppelte eines Jahreseinkommens erreichen. So verhindert dieses Konzept die Anhäufung von Reichtum in den Händen weniger, die das dann wieder als Druckmittel und politische Waffe einsetzen können. Der Boden und alle Bodenschätze des Landes gehören der Gemeinschaft, das heißt dem Staat. Alle Erträge daraus werden auf alle Bürger verteilt.
Im Text “Muss der Staat die Steuern abschaffen?” steht auf Seite 3, rechte Spalte: Kaiser Constatin habe den römischen Sonnengott Mithra mit dem Sonnengott der Christen vermählt.
Das ist insofern ungenau, weil der Mithras-Kult aus Asien stammt und hauptsächlich unter den Soldaten verbreitet war. Constantin verehrte den “Sol Invictus”, die unbesigbare Sonne. Er ließ sich erst auf dem Sterbebett taufen, war also Zeit seines Lebens kein Christ im engeren Sinne. Er handelt aber als solcher, indem er das Christentum zur Staatsreligion machte und die Priester und Bischöfe gewissermassen zu Staatsbediensteten. Ihre Kleidung heute stammt von der damaligen Kleidung der Staatsdiener ab.
Weiter unten heißt es: “… als lebendiges Kraftwerk, das Energie durch Arbeit produziert, was übrigens auch jedes Pferd tut, denn es produziert ebenfalls Energie!”
Energie kann aber weder erzeugt, noch vernichtet werden. Alle Lebewesen können nur Energie umwandeln. Sie nehmen entweder Sonnenlicht auf und bilden daraus über die Photosynthese Biomasse, Zucker, Öle, Eiweißstoffe, oder sie verzehren die Pflanzen und nutzen so die gebundene Sonnenenergie. Dabei wird der größte Anteil in Wärme umgewandelt und nur weniger als 5% zu mechanischer Arbeit, Hebearbeit oder Bewegungsenergie. Die Wärme landet am Ende in der Umgebung und stellt dort energetischen Müll dar, denn man kann keine weitere nutzbare Energie daraus gewinnen. Die Erde gibt diese Wärme an das kalte Weltall ab und entledigt sich so der eingestrahlten Energie der Sonne. Würde sie das nicht tun, würde sich die Erde sehr schnell überhitzen und Leben wäre unmöglich.
Dieser gesamte Vorgang funktioniert nur deshalb, weil die eingestrahlte Sonnenenergie mit geringer Entropie ankommt und die abgestrahlte Wärmeenergie mit großer Entropie die Erde verläßt.
Nur so kann die bei jedem Umwandlungsschritt entstandene Entropie exportiert werden.
Alle Mechanischen Vorgänge haben ein gewisses Maß an Reibung zu überwinden, dabei entsteht Entropie. Ebenso wird bei jeder Wärmeübertragung und jeder chemischen Umwandlung Entropie erzeugt.
Mit freundlichen Grüßen,
Gerhard Herres
–
Dr. Gerhard Herres
Institut für Energie- und Verfahrenstechnik
Thermodynamik und Energietechnik, N5.131
Fakultät Maschinenbau
Universität Paderborn
Warburger Strasse 100
33098 Paderborn
Deutschland
tel: +49-5251-60-2418
fax: +49-5251-60-3522
Skype: Gerhard.H.Herres
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