Archive for Oktober, 2010

Die Schuldenlüge

Mittwoch, Oktober 27th, 2010

„Der Staat muß die Schulden zurückzahlen, denn sonst würde ihm ja niemand mehr Geld leihen“, sagen all diejenigen, die systemkonform informiert wurden. Wozu aber muß ein Staat denn überhaupt Geld leihen, obwohl er doch selbst die Hoheit über seine Währung haben könnte? Weil es ansonsten Inflation gäbe? Haben wir die denn nicht auch so? Wer hat denn das Geld, das dem Staat geliehen wurde, überhaupt hergestellt und kassiert dafür all die Zinsen? Wessen Interessen vertreten die Politiker, während sie das Geldsystem niemals hinterfragen? Wem ordnen sie sich unter, wenn sie für die immer schneller wachsende Zinslast immer mehr Steuern eintreiben?

Lesen Sie den vollständigen Artikel  hier…

http://www.steuerboykott.org/

Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: »Sie sind zu feige, sich mit den Wirtschaftsmächtigen anzulegen«

Sonntag, Oktober 24th, 2010

Auf dem Wachstumspfad

Freitag, Oktober 22nd, 2010

Die aktuell im Amt befindliche Bundesregierung, lange Zeit damit beschäftigt, nicht nur zerstritten, sondern auch untätig zu wirken, hat seit dem Ende der Sommerpause ein Aktivitätswachstum sondersgleichen produziert.

Wachstum bei den Laufzeiten der Atommeiler,
Wachstum bei den BAFöG Leistungen (die ja zur Hälfte zurückzuzahlen sind),
Wachstum bei den Regelleistungen für Erwachsene,
Wachstum bei den Vereinen und Bildungsanbietern durch ein Bildungspaket,
Wachstum bei der Lebensarbeitszeit,
Wachstum bei den Krankenversicherungsbeiträgen und den Gesundheitskosten,
Wachstum, Wachstum, Wachstum

Da kann es nicht ausbleiben, dass auch die Herren und Damen Experten in ihren Instituten nach dem Wachstum fahnden und es schließlich finden, was die Regierung zum Anlass nimmt, die neuen Zahlen stolz zu verkünden.

weiter ……

Nobelpreis für Wirtschaft ?

Freitag, Oktober 22nd, 2010

Leserbrief zum Artikel

„Nobelpreis für eine Theorie, die auch Hartz IV erklären kann“Kieler Nachrichten vom 12.10.2010

 

Wer als Wirtschaftswissenschaftler den Mächtigen in unserem Staate die Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit mit systemkonformen Theorien untermauert, kann – wie wir sehen — sogar mit dem Nobelpreis rechnen. Dabei wissen wir inzwischen aus praktischen Erfahrungen, dass Hartz IV nicht im Mindesten dazu beiträgt Menschen in den normalen Arbeitsprozessen einzugliedern, sondern sie eher aus ihrem sozialen Gefüge ausgliedert, sie unter Generalverdacht von Schmarotzertum und Arbeitsunwilligkeit stellt.

 

Zwei Fragen stellen sich in unserem System, die beantwortet werden müssen, um zu einer allen dienenden Lösung der sozialen Fragezu kommen :

 

1.) Woher kommt es, dass in unserer hoch entwickelten Gesellschaft immer mehr Menschen an den Rand gedrängt werden, obwohl sie etwas können und auch arbeitswillig sind? und

2.) Wie kann, ja muss, ein Wirtschaftssystem aussehen, dass allen Menschen dient und nicht zur Teilung unserer Gesellschaft in immer reicher werdende Reiche und immer zahlreicher werdende Arme führt?

 

zu 1.)         In einem Wirtschaftssystem, in dem das Kapital immer den Ausschlag gibt wo und wann es für Investitionen zur Verfügung steht, gerät der Mensch mit seiner Arbeitskraft als Kostenfaktor immer mehr in den Hintergrund. Geld steht dort zur Verfügung, wo höchste Renditen zu erzielen sind und das ist eben nicht in Bereichen, in denen Menschen in kleinräumigen, regionalen Wirtschaftskreisläufen arbeiten und wirken z.B. in der bäuerlichen Landwirtschaft, in regionalen kleinen und mittleren Handwerksbetrieben, im Dienstleistungssektor. Das Kapital regiert und bestimmt – durchaus mit Zustimmung der meisten Menschen – was im einzelnen passiert. Das Ergebnis erleben wir z. Zt., und nehmen es offenbar auch als gottgewollt einfach hin (nach dem Motto: wir können ja doch nichts dagegen tun).

 

zu 2.)         Die zweite Frage stellt unser derzeitiges Wirtschaftssystem zur Disposition. Wenn wir nicht bereit sind die Systemfrage insoweit zu beantworten, als dass es auch möglich sein könnte ein anderes System zu favorisieren, das allen Menschen dient, nicht nur den Kapitaleignern – z. Zt. nur etwa 2% der gesamten Menschheit – so werden wir die Agonie des kapitalistischen Wirtschaftssystems nicht überwinden können und schließlich irgendwann im Chaos enden. Offenbar stehen immer noch Maßnahmen, von denen wir wissen, dass sie uns in diese Krise geführt haben, zur Verfügung, um die Auswirkungen für betroffene Menschen abzumildern, sie werden aber den Zusammenbruch nicht endgültig verhindern können. Der Zeitpunkt wird lediglich hinausgezögert.

 

Wie könnte also ein Wirtschaftssystem der Zukunft aussehen, das allen etwas gibt und niemandem etwas nimmt, was ihn in den Ruin stürzt?

 

Silvio Gesell hat mit seiner Forderung nach einer natürlichen Wirtschaftsordnung die Richtung aufgezeigt, die eingeschlagen werden sollte. Voraussetzungen wären:

 

1.)eine Geldreform, die das zu bedienende Kapital zum Diener des Menschen macht. Das könnte ganz einfach, als umlaufsichernde Maßnahme, durch eine Hortungsgebühr erfolgen. Wie richtig mit Geld     umzugehen wäre, können wir von den vielen bereits existierenden Regionalgeldinitiativen lernen – in Schl.-H. dem KannWas – und

 

2.) eine Bodenreform, die die Spekulation mit Grund und Boden ausschaltet und jedem Menschen, unabhängig von Hausfarbe, Geschlecht, Rasse oder sonstigen Unterschieden, die Möglichkeit bietet, sich nach seinen      Fähigkeiten zu entwickeln.

 

Silvio Gesell sollte postum mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet werden, weil seine Vorstellungen zukunftsweisend sind und Befriedung der Menschen, Bewahrung der Umwelt und Erhaltung der Natur zur Folge hätten.

 

Aus ähnlichem Anlass hatte ich bereits in 2007 bei der Hochschultagung der landw. Fakultät der Universität Kiel den Nobelpreis für Silvio Gesell postum gefordert, allerdings ohne auf große Gegenliebe zu stoßen.

 

 

Dr. Frank Schepke

   Hof Seekamp

 

Siehe dazu auch  http://www.hermann-benjes.de/

Wachstum der Kapitalmärkte

Sonntag, Oktober 17th, 2010

und andere schöne Grafiken aus

http://www.monde-diplomatique.de/pm/.dossier/finanzkrise

Frankreich – bitte kein Sturm auf die Tankstellen

Freitag, Oktober 15th, 2010

Donnerstag, 14. Oktober 2010 , von Freeman um 18:21

Die Protestaktionen in Frankreich gegen die Rentenpläne der Regierung gehen tagtäglich weiter, einschliesslich der Streik der Raffineriearbeiter. Weil 11 der 12 Raffinerien kein Benzin mehr deswegen produzieren und auch wegen dem Mangel an Rohöl durch den Hafenarbeiterstreik, wird eine Versorgungsengpass im Lande befürchtet. Die französische Regierung hat deshalb die Autofahrer aufgefordert nicht die Tankstellen zu stürmen, denn die Lager würden ausreichen.

“Wir haben genug Benzin für einen Monat,” sagte Transportminister Dominique Bussereau am Donnerstag und warnte vor Panikkäufen.

Am Mittwoch bildeten sich bereits lange Schlagen an den Zapfsäulen und einige Tankstellen liefen leer.

Der Ölkonzern Total sagte, der Streik ihrer Arbeiter hätte sie gezwungen alle sechs ihrer Raffinerien stillzulegen. Insgesamt sind 11 der 12 Raffinerien des Landes nicht mehr in Betrieb. Vor Marseille liegen mehr als 70 Öltanker und warten auf Entladung.

Am Mittwoch schlossen sich auch die Studenten den Arbeitern an und über drei Millionen Demonstranten gingen auf die Strasse. Die Jugentlichen sagen, sie sind es generell bis oben hin Leid mit der Präsidentschaft von Sarkozy und speziell mit seiner rassistischen Kampagne gegen die Roma und Migranten.

Sie sagen auch, die Rentenreform würde es für sie schwerer machen einen Arbeitsplatz zu finden, wenn die älteren Menschen gezwungen werden zwei Jahre länger zu arbeiten.

Trotz der Proteste will Sarkozy die Reformpläne knall hart durchziehen, denn das Staatsdefizit muss reduziert werden, sagt er. Ein Nachgeben liegt nicht drin.

Das Rentensystem fährt ein Defizit von 32 Milliarden Euro pro Jahr ein. In dem die Bezieher immer länger leben und weniger junge Leute im Arbeitsprozess sind, wird sich das jährliche Defizit in den nächsten 20 Jahren verdoppeln, sagt die Regierung.

Es wird befürchtet, dass ganz Frankreich sprichwörtlich zum Stillstand kommt, denn die Gewerkschaften haben zu einem nationalen Streiktag für den 16. Oktober aufgerufen. Sie drohen der Regierung mit unbefristeten Protestaktionen wenn die Erhöhung des Rentenalter nicht zurückgenommen wird.

Sarkozy steht vor der grössten Herausforderung seiner Amtszeit in den nächsten Tagen, denn die Protestaktionen könnten sich zu einer regelrechten Konfrontation ausweiten. Wer die stärkeren Nerven hat ist jetzt die Frage.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Frankreich – bitte kein Sturm auf die Tankstellen http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/10/frankreich-bitte-kein-sturm-auf-die.html#ixzz12PH7V2am

Die Entdeckung des Semsi-Berges

Mittwoch, Oktober 13th, 2010


 

Jemand, der in Berlin am 13. März 189x rechtzeitig aufgestanden wäre, hätte Gelegenheit gehabt die Beobachtung zu machen, daß die Sonne im Osten aufging, wie sie es übrigens an anderen Tagen auch zu tun pflegte. Strahlend stieg sie am Himmel empor, vor ihrem Glanze verblichen die Leuchtkäfer der Erde und die bösen Geister, welche die Erde in Nebel hüllen, um besser im Trüben ihr Unwesen zu treiben, zogen sich mit Zögern und grollend in ihre Schlupflöcher zurück. 

 

 Mit dieser Einleitung hoffe ich der guten Sitte, jedes Gespräch mit Wetterbetrachtungen zu beginnen, den schuldigen Tribut gezollt zu haben und nun zur Sache:

Der Finanzminister hatte wieder einmal ein Defizit von so und so vielen Millionen zu Stande gebracht; er hatte sich darum wegen einer Anleihe mit dem Bankier in Verbindung gesetzt und erwartete nun stündlich dessen Besuch. Da klopft es. Endlich, sagt der Minister; hoffentlich bringt er günstige Nachrichten. Statt des Bankiers trat aber der Briefträger herein, er brachte einen Brief von Dr. Schnüffler. Dr. Schnüffler war als tüchtiger Gelehrte weit und breit bekannt; als Geologe genoß er einen Weltruf. Er war von der Regierung nach dem Spreewald gesandt worden, um auf Staatskosten Bohrungen vorzunehmen, weil man dort Petroleumquellen vermutete.

Dr. Schnüffler schrieb: Meine Bohrungen nach Petroleum sind bisher leider ohne Erfolg gewesen, obwohl der Bohrer jetzt schon 5000 Fuß tief gedrungen ist. Wenn auch dieser Mißerfolg zu beklagen ist, so haben doch die Arbeiten anderweitige für die Wissenschaft höchst wertvolle Resultate ergeben. Ich glaube alles gesagt zu haben, wenn ich behaupte, daß ich dem Geheimnis der Anziehungskraft der Erde auf der Spur bin. Aber auch sonst für die industriellen Interessen des Landes sind die Arbeiten von Nutzen; die Bohrungen haben ergeben, daß in einer Tiefe von 1000 Fuß unter dem Meeresspiegel die Erde aus massiven Metallen besteht, und zwar lagern die Metalle hier in mächtigen Schichten übereinander in der genauen Reihenfolge ihres specifischen Gewichtes. Aluminium zu oberst, Gold und Platin zu unterst, d. h. bis wohin der Bohrer gedrungen ist. Es ist wahrscheinlich, daß weiter tiefer noch andere uns vollständig unbekannte Metalle lagern, Metalle, deren Eigentümlichkeiten uns vielleicht manches Geheimnis der Natur enthüllen werden. P.S. Ich vergaß zu sagen, daß ich das Gold, welches der Bohrer zu Tage förderte, per Bahn an Ew. Excellenz absandte. Es werden 2–3000 Kilo sein. Wenn Ew. Excellenz noch mehr von dem Metalle zu heben wünscht, so kann dem Wunsche leicht entsprochen werden. Wie gesagt, scheint die ganze Erde, in einer Tiefe von 5000 Fuss eine mächtige Goldschicht zu umhüllen. Donnerwetter, sagte der Minister, dies ist ja eine höchst sonderbare Nachricht; Dr. Schnüffler spricht da von 3000 Kilo Gold, als ob das gar nichts wäre und doch genügt diese Summe zur Deckung des Defizits; des Defizits, welches mir schon seit Wochen den Schlaf raubt. Er war mit seinen Betrachtungen noch nicht so weit gekommen, als auch schon ein schwerer Lastwagen angefahren kam und vor seiner Tür hielt. Es war die Goldsendung.

Das kostbare Gold, welches Dr. Schnüffler sandte. Viele zentnerschwere Blöcke lagen da aufgetürmt und eine grosse Menschenmenge gaffte dieselben neugierig an. Sprachlos stand der Minister da, er war glückselig; die ganze Tragweite des Ereignisses konnte er nicht erfassen, und das war auch nicht zu verlangen. Schliesslich kommt er doch wieder zur Besinnung; er eilt zum König. Der König wundert sich nicht wenig; er vereinigt um sich die Großen und Weisen des Reiches zur Beratung. Das Ergebnis dieser Beratung war, ein Regiment Pioniere dem Dr. Schnüffler zur Verfügung zu stellen und den selben anzuweisen, mit allen Kräften die Goldausgrabungen zu betreiben. Es dauert gar nicht lange und schon treffen die ersten Sendungen ein. Ganze Eisenbahnzüge massiven Goldes treffen ein und die Reichsbank übernimmt es, die kostbaren Schätze aufzunehmen. Aber schon die nächstfolgenden Sendungen bringen die Bankverwaltung in Verlegenheit; man weiß nicht, wohin mit dem Golde. Die Kassen sind voll, die Keller sind voll und die Sendungen hören nicht auf. Herr! Höre auf mit deinem Segen, heißt es jetzt. Dr. S. wird angewiesen die Ausgrabungen einzustellen; aber schon war es zu spät. Die Nachricht von dem fabelhaften Goldfunde hatte sich natürlich mit Windeseile über das ganze Reich verbreitet. Es bestätigt sich, daß wie Dr. S. es vermutete, die Erde in gewisser Tiefe von massivem Gold umkleidet ist. Überall werden Bohrer angesetzt, Loch an Loch reiht sich, bald sieht das deutsche Reich aus wie ein Sieb. Riesige Berge Goldes werden zu Tage gefördert, alle Bewohner des Landes sind zu Grubenarbeitern geworden, an Landbau dachte keiner mehr. Es war natürlich, daß sich bald ein Mangel an Lebensmitteln einstellen würde. Nach England und Amerika wird schleunigst telegraphiert und bereitwillig wird das Bestellte geschickt. Die Deutschen sind ja jetzt so reich, die Rechnungen laufen kein Risiko, nicht bezahlt zu werden. Die Dampfer bringen Lebensmittel an, goldbeladen fahren sie zurück. Die englische Bank übernahm es, die ersten Sendungen des edlen Metalles in ihren weiten und wohlverwahrten Kasten aufzunehmen Es ging da sehr viel hinein. Aber schon die zweite Sendung brachte das Direktorium in Verlegenheit. Das schleunigst zusammenberufene Bankdirektorium beschließt, um den erwarteten weiteren Sendungen Platz zu schaffen, den Diskont auf anfänglich 2% dann 1 % zu erniedrigen, und als noch in Folge dieser Maßregel die Depositen nicht schleunig genug zurückgezogen, wurde beschlossen, nicht allein den Diskont ganz fallen zu lassen, sondern sogar für Depositen Lagerspesen zu erheben. diese Maßregel brachte jetzt das in der Bank aufgestapelte Gold in Fluß. Die erste Folge war, daß man mit großer Liberalität die Wechsel diskontiert; Leute denen man früher keinen Pfennig anvertraut hatte, genossen des weitgehendsten Kredits. Man wußte ja nicht, wohin mit dem Gelde. Alle hatten jetzt Geld und dieser Reichtum wuchs mit den täglich neu eintreffenden Goldsendungen. Man fing an das Gold weniger zu schätzen. Die Preise sämtlicher Waren stiegen; was früher für 1 erhältlich, kostete jetzt 2, 5 10, 50. Aber die Goldsendungen ließen nicht mehr nach. Die Dampfer genügten nicht mehr, um den Verkehr mit Deutschland zu bewältigen. Den Linien Asiens, Lybiens, Egypten’s mußten Dampfer entzogen und in die Hamburger Linie gestellt werden. Mit Gold beladen kehrten alle zurück. Man fing an, das Gold zu verachten. Gegenstände, die man bisher aus Eisen herstellte, sie werden jetzt aus Gold gemacht. Radreifen, Eisenbahnschienen, Eisen um den Schmutz der Stiefel zu entfernen etc. etc. sie wurden aus Gold gemacht. In den Strassen fand man leere Petroleumbüchsen, Hufeisen etc. von Gold, keiner hob sie auf. Dem Gold war die Larve abgezogen, das Gold war wertlos. Rothschild, du bist ein armer Teufel geworden, dein Reichtum war auf Gold gebaut und keiner gibt mehr ein Butterbrot dafür. Du bist arm wie Job. Den Sultan der Türkei kannst du nicht länger mehr zwiebeln, seine Schulden zahlte er zurück mit Zins und Zinseszinsen. Dieselben die früher vor dem Glanze deines Goldes in den Staub vor dir niederfielen und dich in den Adelsstand erhoben, sie achten dich nicht mehr, du bist nicht mehr als ein armer Tropf. 90 Tage Sicht zahlen sie gegen diese Primawechsel etc. Sorgen hatte der Kaufmann gehabt, das Gold immer zu rechten Zeit zusammenzubringen. Lange Nächte hat er schlaflos in seinem Bette nach einem rettenden Gedanken gesucht – um sonst –. Die 90 Tage verstrichen und der Exekutor stand vor der Tür. Heute ist es anders. Die 90 Tage sind verstrichen, aber nicht mehr mit dem Angstgefühl früherer Tage, erwartet er den Kassenboten, der ihm den Wechsel vorzeigen sollte. Geld hatte er jetzt genug. Er wartete übrigens auch um sonst, der Kassenbote kam überhaupt nicht, der Wechselinhaber hatte den Wechsel zerrissen, er hielt es nicht der Mühe wert, denselben einzukassieren.

He, Hallo, Freund Basurero, willst du so gut sein, diesen Geldschrank mit auf deinen Karren zu nehmen. Der Kasten steht mir hier im Wege; nimm ihn mit, mein lieber Basurero, du kannst ihn zu Haus als Hühnerstall benutzen.

Guten Morgen Fräulein, wie geht es Ihren werten Buckeln und Pockennarben und Geldsäcken, wo ist der Kranz Ihrer Verehrer?

Danke schön, Herr Nachbar, Puckel und Pockennarben blieben, meine Verehrer verscheuchte mehr die Entwertung des Geldes als meine Pockennarben.

 

Auszug aus: Silvio Gesell, Die Reformation im Münzwesen als Brücke zum Socialen Staat

“Banken erfinden Geld aus Luft”

Mittwoch, Oktober 13th, 2010

Warum das Finanzsystem ein Betrugsmodell ist, was Bilanzen damit zu tun haben und warum der ultimative Crash droht, erklärt der Wiener Wirtschaftwissenschafter Franz Hörmann

Für Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien, ist die Zeit der Banken und des Geldes vorbei. Ein Paradigmenwechsel sowohl in den Wirtschaftswissenschaften, als auch in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht, ist für ihn unumgänglich. Im Gespräch mit derStandard.at erklärt er, warum wir die Banken getrost ignorieren können, die freien Märkte “Blasenmaschinen zum Missbrauch für die Eliten” sind und noch in den nächsten drei Jahren der Zusammenbruch des gesamten Systems droht.

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Das perefekte Verbrechen ?!

Mittwoch, Oktober 13th, 2010

Die Währung – eine janusköpfige Chimäre

Donnerstag, Oktober 7th, 2010

Währungen gehören üblicherweise zu einer Volkswirtschaft, so wie der Daumen zur Hand. Die USA haben den Dollar, die Japaner den Yen, die Engländer ihr Pfund und die Chinesen den Renminbi Yüan.

(Wir Deutschen teilen uns unseren Daumen mit 15 anderen Volkswirtschaften, aber das ist ein anderes Thema.)

Nun hat so eine Währung zwei Gesichter. Eines schaut nach innen, in die Volkswirtschaft hinein – das zweite nach draußen, auf die Währungen der anderen Volkswirtschaften – und dummerweise haben diese beiden Gesichter verdammt wenig miteinander zu tun.

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