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Die exponentielle Selbstvermehrung des Geldes ruiniert jede Volkswirtschaft !
Dieser Eintrag stammt von MM Am 19.1.2010 @ 11:45 In Beiträge | Keine Kommentare
Wenn sich die 7,4 Billionen Euro deutsche Geldvermögen (lt. Bundesbankbericht April 2008) nur um 5 % vermehren sind 2009 370 Milliarden neues Geld im Umlauf dem keine Sachwerte mehr gegenüber stehen. (Randbemerkung: Von diesen 7,4 Bio verteilen sich ca 70% auf 5% der Kapitalhalter die im Hintergrund bleiben.)
Allem Aufschwunggerede zuwider ist das Bruttoinlands-Produkt als Realwert- Indikator im 2.Quartal 2009 (lt. Bundesbankbericht 25.8. 2009) sogar um 7,1 % gesunken!
Bei dieser jährlich exponentiell wachsenden Geldmenge kann es - ohne ein Zinsmoratorium und eine Geldreform - niemals zu einer Staats-Entschuldung kommen. Das schuldenfinanzierte „Konjunkturpaket II“, mit 32 Mrd. Euro (in 2 Jahren) samt „Wachstums-Beschleunigungsgesetz“ ist zu gering, um das erforderliche große Wirtschaftswachstum zu bewirken, das diesem „Phantomgeld“ Werthaltigkeit verleihen soll. Selbst die massive Geldvernichtung durch Fehlspekulationen stoppt diesen systembedingten Vorgang nicht. Neben der „Geldschöpfung“ durch die Notenbank fehlt der öffentlichen Hand der Einfluss auf die Geldvermehrungspraxis der Banken und ihre Kreditvergabe die weniger profitable aber gemeinwohlorientierte Produktionsstätten benachteiligt.
Geldvermehrung ohne reale Wirtschaftstätigkeit erzeugt zwangsläufig immer neue Spekulationsblasen, weil „Renditeobjekte“ erfunden werden müssen um die Illusion der Geldwertstabilität aufrecht zu erhalten. Selbst Kriege mit massiver Vernichtung von Menschenleben, Sachwerten und Kapital werden dazu inszeniert. Die Überlebensfrage für viele Staaten ist deshalb, wie dieses weltweit etablierte parasitäre Finanzsystem noch auf zivilisierte Weise überwunden werden kann.
Jede Staatsverschuldung im Zinses-Zins-System ist eine erweiterte Zwangshaftung von Bürgerinnen und Bürgern für politische Fehlleistungen und ist, - mehr noch als die Privatverschuldung, - zur sichersten Methode für die Dauerprofite der „Kapitalbesitzer“ geworden. Mit fast 2 Billionen € Staatsschulden und 100 Milliarden jährlichen Zinszahlungen dafür, beschleunigt durch die massive Neuverschuldung“, rückt auch der Zeitpunkt der finanziellen Handlungsunfähigkeit in Deutschland immer näher. - Ohne jedoch die notwendige Beachtung in der Gesellschaft zu finden.
Wenn sich die 7,4 Billionen Euro deutsche Geldvermögen (lt. Bundesbankbericht April 2008) nur um 5 % vermehren sind 2009 370 Milliarden neues Geld in Umlauf dem keine Sachwerte mehr gegenüber stehen ! Zur Vermeidung des Staatbankrotts ist vor allem die Umkehrung des bisherigen Geld-Systems notwendig. Statt 5 % Zinsen (oder mehr) und Dividenden + Boni zu zahlen, müssen diese leistungslosen Profite rigoros durch eine Steuer in vergleichbarer Höhe zum Abbau der Staatsverschuldung herangezogen werden. Mein Vorschlag wäre eine KESt von 101% und der Spuk wäre vorbei!) Eine dahingehende „Geldreform“ muss daher schnellstens national und international erfolgen, wenn die wirklichen Ursachen der Finanz- + Wirtschafskrise beseitigt werden sollen. Denn das Ausmaß dieser Umverteilungsprozesse ist exponentiell wachsend, während die Zeit zu wirksamen Gegenmaßnahmen schwindet. Allein in Deutschland betrug der „Bank-Zins-Erträge“ genannte, „Geldtribut“ 2007 schon 419 Milliarden Euro. Das bedeutet eine tägliche Umverteilung von über 1 Milliarde Euro hin zu den „Kapitalbesitzern“ und übersteigt damit (fast unbemerkt) schon die Steuereinnahmen des gesamten Bundeshaushaltes. Die leistungslosen Einkommen aus Verleih und Besitz von Kapital sind Gesellschaft zerstörend ! Der Staatsschuldenzuwachs von 4 439 Euro pro Sekunde (lt. Schuldenuhr d. Steuerzahler) oder 383,5 Millionen täglich, führt unvermeidbar zum Staatsbankrott. Alle Versprechungen einer künftigen „Haushaltssanierung“ sind bei diesen Zahlen eine Irreführung der Bürgerinnen und Bürger. Die langjährige „Massenenteignung“ von 90% der Bevölkerung durch Milliarden von Zinsen muss endlich korrigiert werden, weil dieses „Kapital“ für nachhaltige Wirtschaftsstrukturen und sichere Grundeinkommen fehlt. Die risikolose Geldvermehrung durch hohe Zinsen entzieht allen dienstleistenden und produzierenden Unternehmen mit geringeren Renditen das Kapital und führt am Ende zum Zusammenbruch aller versorgungswichtigen Gesellschaftsstrukturen. Geld als Zahlungsmittel und Wertmaßstab für Güter + Dienstleistungen darf keinerlei Umverteilungsfunktion haben! Ein störungsfreier Geldumlauf und eine gemeinwohlorientierte Kreditversorgung muss deshalb durch eine umverteilungsneutrale “Geldumlaufsicherung” der öffentlichen Hand gewährleistet werden, damit bisher vernachlässigte Zukunftsaufgaben finanzierbar werden. Der „Geld-Umlauf-Anreiz durch Zinsen“ und eine von der Realwirtschaft weitgehend entkoppelte (volkswirtschaftlich sinnlose) „Finanzmarktindustrie“, haben sich in der arbeitsteiligen Welt als untaugliche Mittel erwiesen.
aus: [1] http://www.buendnis-zukunft.de
Dazu eine Grafik von [2] n.hennessen@web.de

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