Von Georg Kausch
Zum Beruf des Kaufmannes gehört es, sein Angebot dem Käufer vorteilhaft zu zeigen. Freier Zugang zu den Waren, Ausstellungen, Schaufenster, auch das Ausrufen auf dem Markte sind seit Jahrtausenden im Handel übliche Gebräuche. Wer heute noch erhaltene ältere Handelsbräuche studieren will, findet sie in den Bazaars und Märkten des Orients. Während bei uns die Verkaufspreise praktisch fest stehen, muß man sie im Orient beim Kauf erst aushandeln, was eine sehr langwierige Sache werden kann. Geschäfte, zu denen wir Abendländer weder die Zeit noch Geduld aufbringen. Bei vielen kleineren Käufen lohnt sich der Zeitaufwand sowieso nicht. Aber auch, weil wir durch die Praktiken der Werbemanipulation, durch Absprachen und Preisbindungen davon abgehalten werden.
In unserer Zeit hat sich eine riesenhafte „du-sollst-kaufen“-Industrie entwickelt, die mit raffinierten psychologischen Tricks vorgeht, das Volk zum Geldausgeben zu veranlassen. Es wird dem Käufer, das heißt: Geldbesitzer eingeflüstert, d.h. suggeriert, es für Dinge herzugeben die ihn einen Nutzen erhoffen lassen, obwohl er eigentlich meist ohne sie auskommen kann.
Da landen mit der Post oder durch Austräger bunt bedruckte, aufwendige Prospekte in unserem Briefkasten. Da stehen an belebten Straßenecken Leute, die uns Zettel und Broschüren in die Hand drücken. Da kaufen wir eine Zeitung, Illustrierte, ein Magazin um bestimmte Dinge zu lesen, die uns interessieren- und was finden wir? Seiten über Seiten wo uns alle möglichen Dinge zum Kauf angeboten werden. Freilich haben wir die Freiheit, darüber hinwegzusehen, die Anzeigenseiten einfach zu überschlagen. Die Werbefachleute wissen das auch. Sie verstecken darum die interessanten Nachrichten- für die sie selber bezahlen müssen- zwischen Werbetexten, für die sie ihrerseits bezahlt werden. Es versteht sich, daß sie von Auftraggebern umso mehr fordern können, je höher die Auflage ist, das heißt, je mehr Leser sie für das finden, um dessenwillen man Zeitung, Schrift, Magazin eigentlich erwarb.
Den Gipfel moderner Werbemethoden stellt ohne Zweifel die Fernsehwerbung dar. Der Zuschauer kann ihr kaum ausweichen, er muss die eingeschalteten Sprüche und Bilder hinnehmen. Das Fernsehen, das in Amerika als rein „kommerzielles“ Unternehmen entstand, war irgendwie auf Einnahmen angewiesen, und dafür gab es eben nur eine: Die Fernsehwerbung. Überhaupt, nicht zufällig sind zahllose Ausdrücke der Kaufwerbung aus dem Amerikanischen hergeleitet! In Amerika, wo man gewohnt ist, jede Sache mit aufgekrempelten Ärmeln anzugehen, speziell wenn es um Geld geht, wurde die Werbung zu einer Kunst, vielleicht sogar Wissenschaft entwickelt. Firmen bildeten sich, die kurze Szenen, Geschichten, Bilder erfanden und immer raffinierter die „Kaufpsychologie“ anzuwenden lernten. Hübsche junge Mädchen, bekannte „Stars“ aller Schattierungen, dienen ihnen als Werkzeug wie der Appell an Sex, Gier, Neid, Eitelkeit, Geltungsdrang, Nachahmung, Faulheit, Dummheit und was sonst mehr schlechte als gute Eigenschaften im Menschen schlummern. Sen Unterbewußtes wird angesprochen, um Geld- selbst wenn der Mensch keines hat (mittels Kredit, Zahlungsaufschub!)- zum Anbietenden zu leiten.
Die Fernseh-Werbeindustrie ist wie ein Uhrwerk, das lustig seine Räder im Kreise dreht und Geld für alle Beteiligten abwirft. In dieser Branche werden Gelder umgesetzt, die einen schwindlig machen. Jede Kapitalistengesellschaft braucht für ihre Produkte Absatz, der sich nur durch teure Werbekampagnen erzielen läßt. Nur Milliardenindustrien sind imstande, Millionen alle Tage für Werbung auszugeben. Diese Millionen sollen vermehrt wieder zurückkommen.
In Haupteinschaltzeiten kostet schon die Sekunde Werbung Tausende von Dollars bzw. Euros. Der Sendebetrieb, der nicht billig ist (man sehe sich, wenn man Gelegenheit hat, den Aufwand an Gerät und Personal für eine einzige Übertragung an) ist das nächste drehende Rädchen, dafür muß selbstverständlich das investierte Kapital Gewinn hereinbringen, und private Fernsehsender gehören durchweg internationalen Großkapitalisten.
Je größer das allgemeine Interesse an einer dargebotenen Sendung ist, umso mehr kann der Fernsehkanal für die Anzeigenwerbung im Verlauf der Sendung verlangen. Für die sogenannten „Werbespots“, die weder auf dem Programm stehen noch jemals angekündigt werden, wurde der Fernsehsender bezahlt. Für die Sendung, die das Programm angekündigt hat und allein den Zuschauer interessiert, hat die Fernsehgesellschaft aufzukommen. Sie muß ihrerseits horrende Beträge an die Produzenten bzw.Veranstalter der Sendung überweisen für das Recht, sie zu übernehmen und auszustrahlen. Bei der Fußballweltmeisterschaft, bei amerikanischen Football- oder Baseballmeisterschaften überbieten sich Fernsehgesellschaften mit Millionenangeboten für das Übertragungsrecht. Die Veranstalter sind nicht weniger geschäftstüchtig und wissen, daß sie nur mit „Stars“ und erstklassigen Leistungen Geld in Menge verlangen können. Die „Stars“ wissen das ebenfalls und wollen entspechend bezahlt werden, dafür sind sie nun einmal „Stars“.
Das Ziel des ganzen Aufwandes- oder Schwindels- ist der manipulierte, suggerierte Fernseh-Zuschauer, der nicht nur die gewünschte Sendung sehen soll, sondern- der Zweck des Ganzen-von den „Werbespots“ animiert wird, die angepriesenen Produkte zu kaufen.
Am Ausgang dieses Karussells bleibt also der Fernseh-Zuschauer, der auf die Werbung hereinfällt. Er bezahlt alle und alles in diesem Werbeindustrie-Räderwerk mit vielfach überhöhten Kaufpreisen. Folglich stünde er sich ohne Werbung wirtschaftlich-finanziell erheblich besser, aber für die kapitalistische Wirtschaft ist es genau umgekehrt, und das ist- heutzutage- leider maßgebend.
Das Unterhaltungs- und Ablenkbedürfnis des Volkes verwandelt sich somit im kapitalistischen System ins einträgliche Geschäft, wo so mancher Brocken für die kleinsten Rädchen im System abfällt.. Drogensüchtige „Sänger“ und „Popstars“ kassieren von ihren „Fans“ Millionenbeträge, leben (bzw. sterben) wüster als absolute Prinzen im Mittelalter. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft besteht aus Multimillionären. Berufs-Golf- und Tennispieler wie Tiger Wood bzw. Steffi Graf, Boris Becker, Roger Federer scheffelten hunderte von Millionen Dollars in ihre Taschen. Bei Licht betrachtet, üben diese Leute die unsinnigsten, überflüssigsten aller denkbaren Berufe aus, selbst dem letzten Aushilfs-Pfarrer billige ich mehr Nutzen zu als ihnen, und dennoch verdienen sie ein hundert- oder gar tausendfaches dessen (nicht bloß an Zinsen), was ein ehrlicher Arbeiter nach Hause trägt! All ihr Geld kommt aus der Werbung und überhöhten Warenpreisen! Obendrein, um den Zynismus die Spitze aufzusetzen, verschieben diese kleinen Nutznießer des Systems (genau wie ihre Gönner) das Geld deutscher Schaffender schnellstens ins Ausland, nicht nur für Luxusvillen, sondern um dem deutschen Staat keine Steuern zahlen zu müssen. Bisher hat es keinen einzigen Politiker in der Bundesrepublik gegeben, dem das mißfiel. Eine verrückte Wirtschaft, in der wir leben!
Aber diese verrückte Welt der Massenwerbung und Massenbeeinflussung ist nicht deswegen so übel, weil sie uns unnötig viel Geld kostet, Menschenkraft vergeudet, uns Vorbilder anpreist, die gar keine sind und von den Problemen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung ablenkt. Sie richtet weit mehr Umwelt- und Gesundheits-Schaden an als sich die meisten vorstellen. Aus Profitgier schädigt sie unser Leben. Besonders Kinder, weil von Natur harmlos, urteilsunfähig und beeinflußbar, sind sie ihre häufigste und liebste Zielscheibe.
Die Tausende von kleinen Würstchenbuden, Pizza-Bäckereien und Trinkhallen könnnen es nie mit Milliardenunternehmen wie McDonalds, KFC, Burger King, Coca Cola aufnehmen, die den Massenmenschen verlocken, mit abträglicher, minderwertiger Nahrung sich selbst krank zu machen. Der Millioneneinsatz für eine Werbung, die jedem kleinen Geschäft ganz unmöglich ist, bringt Milliardenumsätze hervor. Mit denen man neue Filialen mit skandalös unterbezahltem Personal eröffnet, die wiederum ebensoviele bestehende Kleinwirtschaften zerstören, was man am Ende in den Wirtschaftsberichten als „erfreuliches Wachstum“, „günstige Entwicklung“, „gesteigerten Gewinn“ und Ähnliches nachlesen kann. Weder Zeitungen noch Fernsehkanäle wagen dagegen etwas einzuwenden. Der Auftraggeber könnte ja jederzeit die Werbeeinnahmen sperren. Der Freiwirt sagt: Es ist halt immer eine Geldfrage, ob es sich lohnt, zu schweigen oder aufzumucken.
Der modernen Werbeindustrie gelingt es mit entsprechendem Aufwand den Menschen nicht nur Minderwertiges, sondern sogar Erzeugnisse aufzuschwatzen, die völlig nutzlos sind, was man wohl juristisch sanktionierten Betrug nennen kann. Das Modengeschäft ist hierfür ein, die kosmetische Industrie ein anderes Beispiel.
Die Kosmetik-Industrie hat geschafft, dem weiblichen Geschlecht einzureden, es könne sich jung erhalten, wenn es nur ordentlich zahle für „Lotionen“, Crémes, Wässerchen, Pflaster, Masken, Stifte, Lacke, und was sonst noch, allesamt bloße Pfennigprodukte, deren Anwendung erfolglos bleibt und bleiben muß! Denn der Alterungsprozeß ist durch keinerlei Mittel aufhaltbar; um das zu wissen, braucht man nicht Arzt zu sein. Aber die Werbeindustrie lügt das einfach fort.
Nur durch vernünftige Lebensweise ist es einem Menschen möglich, nicht schneller zu verfallen als die Natur vorgesehen hat. Sie ist kostenlos, doch sie bringt dem kapitalistischen System nichts ein und wird daher verschwiegen.
Die weitaus aufwendigsten aller Werbefeldzüge betreibt fraglos die Automobilindustrie. Für sie geht es hier zwangsläufig um fünfstellige Beträge. Man weiß, daß der kleine Mann sie meist nicht zur Verfügung hat, sie dennoch aus ihm herauszuholen sind beachtliche Überredungskünste erforderlich. Für Werbefirmen dürfte die Anpreisung von Autos wohl die schwierigste überhaupt sein: Wie soll man den erhofften Kunden für eine bestimmte Marke interessieren, wenn alle neuen Automodelle sich so ähnlich sind? Ob in Zeitschriften, Zeitungen oder im Fernsehen: Autowerbung ist auffallend langweilig, stumpfsinnig und wiederholend.
Der erste Trick, Aufmerksamkeit zu erzielen ist einfach: Unübersehbare Größe! Eine, ja zwei Seiten in bekannten Zeitungen, Journalen usw. sind heutzutage die Regel. Viele Worte und Erklärungen sind da nicht mehr üblich. Dazu bedient sich die Industrie gekaufter Journalisten, die im Textteil die vielen Vorzüge des neuen Modells der Marke XY ausführlich besprechen und den Eindruck absoluter Sachlichkeit suggerieren. Im Fernsehen sieht derselbe Leser das besprochene Modell von innen und außen, wie es über einsame Straßen und wunderschöne Landschaften dahinschwebt. Zum Schluß kommt dann die Erwähnung eines Sonderpreises, besondere Vergünstigungen, Garantien usw,, damit Käufer sich ja rasch entschließen, den Glaspalast des nächsten Markenvertreters am nächsten Tag aufzusuchen.
Für Otto B. Zahler ist die Frage im Prinzip schon vorher entschieden, denn ein neues Auto MUSS er haben. Das hat die Industrie im Laufe der vergangenen fünfzig oder sechzig Jahre in den Köpfen seiner Eltern und dann in seinem eigenen unauslöschlich eingeprägt. Ein neues Auto ist eine unübersehbare Sache des Prestiges! Er weiß, die Lebensdauer eines Autos beträgt ungefähr acht Jahre (in Amerika fünf!), aber das nimmt er hin.. Der Gedanke, es könnte ja mal ohne Auto gehen, kommt ihm nicht und darf ihm nicht kommen. Neid, Geltungsbedürfnis den Nachbarn gegenüber spielen mit eine Rolle: Man will mehr scheinen, als man hat.
Ihm fehlt das Geld zum Kauf? Die Händler sind hilfreich zur Stelle: Aber gerne, wir besorgen Ihnen einen Abzahlungsvertrag! Ganz einfach und schmerzlos. Sie zahlen fünf Jahre…jeden Monat und dann gehört der Wagen Ihnen…(dann kaum noch etwas wert, aber das erwähnen sie nicht)… Sie merken nichts von den Aufschlägen, Vergütungen, Zinsen, Prämien die wir erheben, wir übergehen dem Geschäft zuliebe alles Unangenehme so elegant wie möglich…
…verdoppelt freilich den Kaufpreis, aber das gehört halt zum kapitalistischen System und Otto B. Zahler ist sein gehorsamer Sklave….
Das Abzahlungsgeschäft, meist über eine Finanzierungsgesellschaft, die als Vertragspartner dem Käufer gegenüber auftritt, wurde in Amerika für den Autokauf erfunden und hat allmählich alle Länder und alle Sparten unseres Wirtschaftslebens erreicht.
Und so kommt es, daß der kleine Mann, der sich´s nicht leisten könnte, dennoch leistet und dafür ein Viertel bis ein Drittel seines Netto-Einkommens für das betrügerische Geldkapital hergibt, und seinen eigenen Arbeitsertrag freiwillig um gleichen Maße schmälert. Weil er auf die Tricks der Werbe- und Autoindustrie hereinfiel, keine Ahnung hat, wie die Ausbeutung des Menschen im wirklichen Leben betrieben wird.
An diesem Punkt wird sich manch einer fragen, ob man nicht der Werbeindustrie gesetzliche Zügel anlegen sollte. Daß sie zum Nachteil des Volkes arbeitet, wird wohl niemand bestreiten.
Ja, es hat dergleichen schon gegeben, und, was Werbung betrifft, sogar höchst erfolgreich!
Nämlich…. der Tabakindustrie, die bis in die 60er Jahre den Großanzeigenmarkt völlig beherrschte, wurde die Werbung schrittweise eingeschränkt und schließlich völlig verboten!
Während Pfeifen- und Zigarrenrauchen fast gänzlich verschwunden sind, hat das auf den Zigarettenkonsum so gut wie keine Wirkung gehabt. Es wird ohne jede Werbung, trotz aller öffentlichen Behinderungen, kaum weniger geraucht als früher. Die Zigarettenindstrie ging weder bankrott noch ist sie unglücklich, im Gegenteil, spart sie doch die Millionenausgaben für Werbung. Und der Staat kassiert weiterhin an jedem Glimmstengel. Vielleicht ist die Wirkung der Werbekampagnen oft weniger bedeutsam ist als die Marktfachleute annehmen. Man kann ebenso gut folgern, daß einmal eingerissene Gewohnheiten, nachlässige Jugendführung und –erziehung kostspielige Werbekampagnen dafür und dawider zwecklos machen. Geschädigt wurde allenfalls die Werbeindustrie selbst.
Fazit: Allgemein zeigt sich auf dem weiten Feld der Werbung, wie sehr das kapitalistische Geld auch in psychischer Hinsicht unser Dasein und Lebensführung beeinflußt..Gegenwärtig gibt es nur Wenige, die das erkennen.
Es fällt den meisten Menschen schwer, sich ein anderes Geldsystem und seine Wirkungen vorzustellen als das kapitalistische, das uns seine Macht täglich vor Augen führt. Eben aus diesem Grunde haben ja unsere freiwirtschaftlichen Vorstellungen ungeheuere Überzeugungskraft für jeden gewonnen, der ihre Tragweite begriffen hat. Auch für die hier betrachteten Werbemethoden gilt, die freiwirtschaftlichen Kenntnisse des vom Zins befreiten, unter Angebotszwang stehenden Geldes anzuwenden.
Warum muß im kapitalistischen System die Wirtschaft so gewaltige Anstrengungen machen, um im Geschäft zu bleiben? Wir geben eine ganz einfache Antwort:: Weil das kapitalistische Geld so erschreckend faul ist, es hat wenig Lust, seine Aufgabe als Tauschvermittler zu erfüllen. Die Werbeindustrie ist der mit ungeheurem Aufwand betriebene Versuch, das Geld hervorzulocken, es an seine Pflichten zu mahnen, zu den Waren zu kommen, in den Umlauf zu bitten. Die Werbeindustrie soll aber auch das Geld, das sich in den Händen des Volkes befindet, nicht bloß in Bewegung bringen, sondern in die Truhen der Kapitalisten lenken. Sie soll ihr Kapital mehren, es zinstragend wieder anzulegen, das heißt, das Volk noch mehr auszubeuten, „auf daß es ihnen wohl gehe auf Erden“!
Wir, die wir am anderen Ende dieses Systems leben müssen, haben keinen größeren Wunsch als den nach wirtschaftlicher Gleichstellung aller Menschen. Sie ist nur zu erreichen, wenn die Macht des Geldes gebrochen wird durch den Umlaufzwang. im Sinne Silvio Gesells.
Wir leiten aus unserer Kenntnis der Ursache- kapitalistisches Geld- daher folgendes ab: Mit Freigeld wird die Werbeindustrie ihre Aufgabe und Daseinsgrundlage verlieren, sie wird unnötig sein. Denn Freigeld braucht nicht gebeten zu werden, es eilt zu den Waren wo sie sich befinden. Die ungeheuren Kosten, die die Werbeindustrie heute verschlingt, fallen fort, infolge dessen wird man billiger kaufen können.
Ein schrecklicher Gedanke für das Heer der in der Werbeindustrie Beschäftigten? Nein, auch für sie halten wir eine herrliche Zukunft bereit. Kein Einziger von ihnen wird in der Freiwirtschaft arbeitslos werden, am Hungertuch nagen müssen! Im Gegenteil, unser ausbeutungsfreies Wirtschaftsystem wird ihnen weitaus bessere Gelegenheiten geben, ihre künstlerischen Talente auszuschöpfen als es unter dem Zwang kapitalistischer Nutznießung jemals möglich gewesen wäre.
