Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Silvio Gesells Werk für April, 2009.
- Arbeitslosigkeit (1)
- Beiträge (13)
- Grundsätzliches (35)
- Links (15)
- Literatur (7)
- Pressespiegel (82)
- Rückblick (3)
- Textauszüge aus Gesells Werken (4)
- 22.3.2012: Lernstunde
- 18.3.2012: Bargeld ade?
- 16.3.2012: Nicht auf Kosten der anderen
- 16.3.2012: Wie wollen wir zusammenleben?
- 27.2.2012: Bietet die Monetative mit ihrer Idee staatlich geschöpften Vollgeldes einen nachhaltigen Ausweg aus der Staatsschuldkrise?
- 5.1.2012: Mittäter - Medien
- 24.10.2011: Neue Wege?
- 17.10.2011: Globalisierungsgegner protestieren gegen Rohstoffspekulation.
- 23.9.2011: Wer steht auf der HABEN-Seite?
- 15.9.2011: Wahrheiten
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Mai 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- Juli 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
Archive für April 2009
Bernankes Konfetti
6.4.2009 von MM.
Georg Kausch
“Die fuehrende Grossmacht der Welt”, sonst USA genannt, scheint fuer das Deutschland der Merkel nach wie vor und trotz aller negativen Erfahrungen der politische und wirtschaftliche Leitstern zu sein. Sie hat auf dem mit viel Laerm besprochenen G20 Treffen gar nicht bemerkt, dass dieser Leitstern bedenklich verblasst ist. Unwahrscheinlich, ob ihr je ein Licht aufgeht, welche Folgen der nahende finanzielle und wirtschaftliche Bankrott der Verunreinigten Staaten fuer die US-Kolonie Deutschland haben muss.
Als einzige Frau in dem erlauchten Kreise von Hanswursten durfte sie- wieder einmal- “fuehrenden Staatsmaennern” (die so wenig ihre Staaten leiten wie sie selbst) die Haende schuetteln. Es wird ihrer Eitelkeit wohl getan haben. Als ob diesen Helden der Politik zusammen kamen, um Beschluesse zur Ueberwindung der weltweiten(!) Wirtschaftskrise zu treffen! Nein, das war alles nur “Vorspiegelung falscher Tatsachen”. Es genuegte, sie im Rampenlicht der Medien immmer wieder zu zeigen, wozu geistlose Journalisten oberflaechliche Kommentare zu ihren schwatzhaften Reden von sich gaben. Das G20 Gipfeltreffen war ein albernes Schauspiel, eine Komoedie (einschliesslich der obligatorischen, gelenkten Demonstrationen) fuer die ahnungslosen Voelker der Welt.
Wir nehmen solches Theater nicht ernst. Wir forschen nach den Regisseuren und wir wissen, wo wir sie finden: In einigen Grossbanken, die international eng zusammen arbeiten! Die sind es, die die Geldverwaltung ueber die Notenbanken der einzelnen Staaten beherrschen. Kein Regierungschef und kein Finanzminister! Und sie entscheiden, ob die Wirtschaft laeuft, das Volk Arbeit hat oder nicht. Aber Arbeit ist fuer sie Nebensache. Die Hauptsache ist der Profit, der arbeitslose Gewinn, und mit einer Krise kann man viel mehr GELDGEWINNE MACHEN als in einer Hochkonjunktur. Einige von uns haben inzwischen festgestellt, dass diese Krisengewinne in die Billionen Dollars gegangen sind!
Zuenftige Wirtschaftsfachleute behaupten dagegen, dass allein auf den Aktienmaerkten viele Milliarden vernichtet wurden. Quatsch. Geldanlagen wurden nicht vernichtet, sie wechselten bloss den Besitzer. Viele der kleinen Anleger (man muss dazu auch Millionaere rechnen!) verloren ihr Vermoegen an die grossen, das stimmt, aber so ist nun einmal das kapitalistische Ausbeutesystem. Der kleine Ausbeuter wurde zum Betrogenen des Systems. Sicher vor ihm ist nur der, der ueber das Wucherspiel Bescheid weiss. Und beizeiten auszusteigen weiss.
So wie der Zins gehoert die Spekulation mit dem Geld zum Kapitalismus. Die weitaus groessten Gewinne sind allerdings nicht mit Geldanlegen, Zinsen und Spekulieren zu machen, sondern mit Konkursen. Auch dazu hat uns die jetzige Krise schlagende Beispiele geliefert. Die angesehenen Geldinstitute, wie Lehman Bro., Goldman Sachs usw., oder Riesenkonzerne wie General Motors sind nicht, wie uns erzaehlt wird, an ihrer Missleitung oder unfaehigen Managern zugrunde gegangen. Ihr Fall war langfristig geplant. Es wurden Schulden aufgenommen, von denen die Verantwortlichen genau wussten, dass sie nicht bezahlbar waren. Das Geld verloren die, die diesen Betruegern borgten. Kein Wunder also, wenn die Direktoren der Pleitefirmen noch -zig Millionen an Praemien und “Bonussen” erhielten, wie z.B. der Chef der bankrotten Bank von Scotland, dem das erbitterte Volk die Scheiben seiner Villa einschlug! (Natuerlich voellig nutzlos, die Versicherung bezahlt den Schaden)
Fuer den Staat, jeden Staat, muss die Schuldenmacherei genau so in den Bankrott fuehren. Wenn die Regierung borgt- und die “Volksvertretung” das gutheisst, dann ist es nur eine Frage der Zeit und der Menge, wenn die Pleite unabwendbar wird. Der Bankrott der Sowjetunion ist natuerlich laengst vergessen. Nicht nur in dieser Hinsicht gehen uns die USA mit schlechtem Beispiel voran. Denn die von den Grossbanken (”Hochfinanz”) organisierte Wirtschaftskrise beschert den Staatsfinanzen gewaltige Einkommenverluste UND zusaetzliche Ausgaben dazu. In den USA ist die Zahl der Erwerbslosen im Maerz auf fast 11% gestiegen, monatlich kommen 500-600 000 hinzu, es sollen inzwischen schon 14 Millionen sein. 14 Millionen registrierte, die Unterstuetzung erheischen, andere nicht genannt. Die Rueckgaenge in Geschaeften sind unberechenbar. Infolge dessen schwinden die Steuereinnahmen mit zunehmendem Tempo. Aber die Ausgaben bleiben und sind damit schon lange nicht mehr zu decken. Allein der sinnlose Krieg im Irak kostet monatlich 9 Mrd. Dollars! Es gibt in dieser Lage fuer jede kapitalistische Finanzwirtschaft nur eine Aushilfe: Die Notenpresse! Kein Zufall, wenn sie uns im Fernsehen Bilder von rasenden Notenpressen zeigen (muss beabsichtigt sein, psychologische Gruende haben, denn welcher Sterbliche erhaelt Erlaubnis, die Notenpresse zu besichtigen und gar zu fotografieren?).
Der Behauptung einer US-Website gemaess hat Mr. Bernanke, Chef der US- Federal Reserve (Zentralnotenbank), wie sein Vorgaenger Alan Greenspan ein hochrangiger Jude, die Absicht geaeussert, den Banknoten”umlauf” um das 15-fache (fuenfzehnfache!) zu erhoehen.
Der Freiwirt sieht hier die Auswirkung der (im kapitalistischen Geldsystem) voellig unkontrollierbaren Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes. Im Prinzip ist es natuerlich richtig, die Geldausgabe zu vermehren, wenn die Umlaufsgeschwindigkeit sinkt. Aber das Mittel des Mr. Bernanke ist nicht nur untauglich, es ist unzureichend und obendrein wissenschaftlich unhaltbar. Bernanke weiss vermutlich, dass mehr Geld in den Umlauf gebracht die Wirtschaft beleben KANN- sofern die Umlaufsgeschwindigkeit nicht weiter zurueckgeht, was in der Krise nur zu oft geschieht. Das frisch ausgegebene Geld wird naemlich, sobald es die Haende von Leuten geraet, die es sich leisten koennen, ebenfalls gehortet, zurueckgehalten. Wie es dann immer heisst: Fuer schlechtere Zeiten. Die ja erst dadurch hervorgerufen werden! Bernanke MUSS aber auch dem Finanzminister der USA Geld liefern, damit er den Verpflichtungen nachkommen kann. Ausserdem sind ja noch Zinsen fuer die Staatsschulden zu zahlen, wird kein Zins gezahlt, gibt niemand mehr Geld her! Neuerdings will jeder Kapitalist vom Staate gerettet werden, beansprucht Finanzhilfe, Vorwaende beliebig.
Hier wird ein Sprengstoff angehaeuft, der Merkels Leitstern USA wie eine Supernova auseinanderreissen wird. Wenn die um das 15fache vermehrte Geldmenge eines Tages in Bewegung kommt, auf dem Nachfragemarkt erscheint, dann werden die Amerikaner eine aehnliche Inflation erleben, die die Sowjetunion zertruemmerte. Heute schon nennt man in US-websites in Ahnung des Kommenden den US-Dollar “BERNANKES KONFETTI”!
Der in Geschichte Bewanderte kann nicht anders, als in dem sich anbahnenden finanziell-wirtschaftlichen Zusammenbruch und Zerfall der USA die Nemesis (strafende Goettin) zu erkennen. Sein Imperialismus, der die ganze Welt zu beherrschen versuchte, ist bereits gescheitert. Die Staaten, mit denen er nicht mehr fertig wird, sind immer kleiner geworden, und schon muss er um Hilfe bei seinen Vasallen betteln. Dieser Staat, der wie kein anderer der Welt vom Geld regiert wird, dem der Dollar Gott und Gott der Dollar ist, ist wirtschaftlich und politisch sterbenskrank. Man braucht es nicht in den Sternen zu lesen, wir kennen die Ursachen. Genau wie das alte Rom unter Kaiser Diocletian infolge Rieseninflation auseinanderbrach, werden die USA fallen. Wie im alten Rom droht den USA schon lange der muehsam unterdrueckte Rassenkampf, der in einem Buergerkrieg enden wird. Die Geldfrage- Schuldenlast und Inflation- wird auch hier der Anstoss sein.
Vor fast 100 Jahren, 1913, erzwangen Grossbanken der Wallstreet ueber ihr Werkzeug Praesident Wilson und einem gekauften Kongress, die Schaffung der Privatnotenbank “Federal Reserve”. Damit fuehlte sich die US-Hochfinanz stark genug, das alte Europa ihrer Geldmacht zu unterwerfen. Sie brauchte und schuf dafuer einen maechtigen, militaerisch hochgeruesteten Staat, der ihre Plaene ausfuehrte. Zwei Weltkriege (=Geldkriege!) waren die Folge. Finanziell hatte sie gesiegt, ganz Europa unterworfen. Die Kosten der Kriege wurden zynisch auf das Volk der USA uebergewaelzt- als oeffentliche Schulden, an denen sie ebenso verdiente wie an den deutschen “Reparationen”. Heute erkennt man, wie sich das raecht: Sie sind die eigentliche Ursache des finanziellen Ruins. Die Moral der US-Bevoelkerung- sie ist keine Nation- sinkt je weniger der Dollar noch in der Welt Geltung kommandieren kann. Ein Dollar des Jahres 1913 besitzt heute die Kaufkraft von- sage und schreibe- VIER CENTS!
Wieviel- besser wie wenig- wird “Bernankes Konfetti” in fuenf Jahren wert sein?
Geschrieben in Beiträge | Drucken | 2 Kommentare »
3.4.2009 von MM.
Ein Film zum G20 Gipfel in London
Geschrieben in Links | Drucken | Keine Kommentare »

