Vernebelung der wahren Umstände

Oktober 9th, 2012

Dieser Beitrag aus der Rhein-Zeitung zeigt wieder einmal deutlich, wie die Leserschaft verscheissert wird. Der dazugehörige Leserbrief wurde natürlich nicht abgedruckt!

Jeder muss aus eigener Kraft reich(er) werden

Und hier der Leserbrief:

Schade, dass der Kommentar auf der Basis längst überholter Wirtschaftstheorien basiert, die leider immer noch an unseren Hochschulen vermittelt werden. Die Medien sind da willfähriges Werkzeug des Kapitalismus, die wirklichen Ursachen der Umverteilung von Arm zu reich zu vernebeln. Einzig der Zins ist ursächlich für die Umverteilung der Vermögen. Da der Zins einen zusätzlichen Abfluss von Vermögen aus der Realwirtschaft bewirkt, kann dort kein ausreichender Austausch von Waren gegen Geld erfolgen und nötigt zu “Sparmaßnahmen” und “Gehaltseinbußen”. Die Kreditaufnahme wird kontinuierlich erweitert. Ein System der Neuverschuldung zugunsten der Großvermögen, aus dem es keinen Ausweg gibt. Der Spuk wäre mit einer extrem hohen Versteuerung der Kapitalerträge (101%)  oder einer Reform des Geldsystems heilbar. Dazu fehlt der politische Wille und weitgehend die Kenntnis über den Fehler in unserem Geldsystem.
Der Begriff “Kapitalflucht” ist ein Totschlagargument aus einer früheren Zeit, als “Geld” und Goldstück noch zusammengehörten. “Geld”  ist heute ein elektronischer Impuls der überhaupt nicht flüchten kann!  Reich werden ist heutzutage praktisch unmöglich geworden, “reicher” zu werden ist dagegen für den Kapitalhalter ein Kinderspiel dank des leistungslosen Einkommens über die Zins- und Zinseszinsfunktion.

Nachhilfe gibt es im Internet zuhauf. Z.B. http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=nHMq_PFkrho

Deutscher Freiwirtschaftsbund e.V.
Michael Musil – Schatzmeister -

Sehenswertes Video zum Thema Geldschöpfung

September 19th, 2012

Lernstunde

März 22nd, 2012

Bargeld ade?

März 18th, 2012

Nicht auf Kosten der anderen

März 16th, 2012

Von Rolf Höller 10.03.2012 / Geschichte

Die Kritik des Silvio Gesell an einem raffgierigen System

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Silvio Gesell

Krankt unser System am Verhältnis der Menschen zum Geld? Ursprünglich als bequemer, nicht verderblicher Tauschersatz geschaffen, um Werte zu messen, entwickelte sich »das Geld als Wert der Werte« zum Wert an sich. Dieser Vergleich stammt zwar vom Autor der Philosophie des Geldes, Georg Simmel. Zugestimmt hätte ihm sein Zeitgenosse Silvio Gesell.

Der am 17. März 1862 im Eifelstädtchen Sankt Vith, damals preußische Rheinprovinz, heute Belgien, geborene Ökonom wollte der Wirtschaft eine Radikalkur verordnen. Die Fixierung auf das Geld, griff er einen Simmel’schen Gedanken auf, hindert den Menschen daran, sich auf seine eigentlichen Qualitäten zu besinnen. Ein Unternehmer beispielsweise, der seinen Gewinn zur Bank trägt, weil ihm dies höhere Zinsen verspricht, als weitere Investitionen dies tun würden, unternimmt nichts mehr. Nicht weniger kontrainitiativ verhält sich ein Fabrikant, der nur an der Gewinnabschöpfung interessiert ist, unabhängig von den Produkten, die er herstellen lässt. Oder ein Konzernchef, der nur deshalb neue Investitionen tätigt, um Steuern zu sparen. … weiterlesen

Wie wollen wir zusammenleben?

März 16th, 2012

Umlaufsicherung unseres Geldes, z.B. des Euro

  • am 04.02.2012 um 18:42 Uhr von Gerhardus Lang erstellt

Unser gesetzliches Zahlungsmittel läuft nicht rund. Es ist ein schlechtes Tauschmittel, wozu es eigentlich dienen soll. Jeder Mensch, der Geld eingenommen hat, sollte veranlasst werden, das Geld so schnell wie möglich weiterzugeben: entweder, um die für den Markt erzeugten Waren und Dienstleistungen zu kaufen, um sie zu verbrauchen, oder das Geld jemandem als Kredit zu überlassen, der es jetzt ausgeben möchte und der sich verpflichtet, es zum vereinbarten Zeitpunkt zurückzugeben, wenn der Gläubiger es für seine Bedürfnisse ausgeben möchte. Dadurch würde der Rangunterschied zwischen “König Kunde” und “Bettler Anbieter” auf gleiche Augenhöhe eingestellt. Um das zu erreichen, müsste das umlaufende Geld einer ständigen Wertminderung unterworfen werden, die dem Durchschnitt der Wertminderung der angebotenen Waren und Dienstleistungen entspricht, so etwa 5% jährlich. Gegebene Darlehen als Guthaben sind von der Wertminderung ausgeschlossen. Die Technik einer solchen automatischen Wertminderung ist bereit ausgearbeitet und kann auf Verlangen nachgeliefert werden. Auf diese Weise vermeidet man eine Inflation und erreicht, dass das Geld nicht, wie heute z.B. unter den Banken nicht mehr ausgeliehen wird. Dieser Vorschlag einer Umlaufsicherung durch “rostende Banknoten” wurde erstmalig von Silvio Gesell gemacht, einem deutschen Kaufmann, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 150. mal jährt. Erstmalig wure ein solches Geld 1932 in Wörgl in Tirol praktisch erprobt. Man kann sich im Internet über die Frage unter Umlaufsicherung ausführlich informieren.

Es bedarf zur Verwirklichung lediglich einer Einführung in der europäischen Zentralbank, wozu wohl ein Gesetz notwendig ist. Kosten entstehen dadurch nicht. Man könnte auch damit beginnen und z.B. in Griechenland ein Parallelgeld (Drachme) mit Umlaufsicherung einführen. Das würde dort die Rezession bekämpfen und den Griechen die Erfüllung ihrer Sparmaßnahmen erst ermöglichen. Das würde allen nützen und niemandem schaden. Das Parallelgeld wäre vor allem nachhaltig in seiner Wirkung und wesentlich billiger einzuführen. als die fortgesetzten und
eigentlich nutzlosen Rettungsgelder.

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Bietet die Monetative mit ihrer Idee staatlich geschöpften Vollgeldes einen nachhaltigen Ausweg aus der Staatsschuldkrise?

Februar 27th, 2012

von Samirah Kenawi

 

Wachsende Staatsschulden und drohende Staatspleiten verlangen neue Lösun­gen. Seit allgemein bekannt ist, dass Banken das Geld, das sie den Staaten leihen, aus dem Nichts schöpfen, stellt sich die Frage, warum Staa­ten ihren Geldbedarf nicht durch eigene Geldschöpfung decken? Wa­rum den Banken Zin­sen zahlen, wenn man selbst Geld schöpfen kann? Dann würden außer den Zins­kosten auch die Tilgungs­forde­rungen (Rück­zahlungsforderungen) der Banken ent­fallen.

Staatliche Geldschöpfung – als Ausweg aus der Schuldenkrise – scheint mach­bar, da die oft beschworene Inflation (infolge ständiger Geld­mengen­ausweitung durch wachsende Staatsschulden) nie im erwarteten Ausmaß eingetreten ist. Diplomier­te Öko­no­men fordern ihr Regierung zwar zum Spa­ren auf, warnen im gleichen Satz aber vor den Folgen der Spar­poli­tik. Auf die erklärte Sparabsicht folgt so promt das nächste Konjunkturp­rogramm, finan­ziert durch neue Staats­schul­den. Denn die Geld­mengen­aus­weitung ist zwin­gend notwendig, um eine Deflationsspirale zu vermeiden.

Aus Angst vor Inflation beschließt man Schuldenbremsen, aus Angst vor Defla­tion ignoriert man sie. Ohne dem Widerspruch zwischen Sparen wol­len und Schul­den machen müssen, nachzugehen, sieht die Mone­ta­ti­ve in souverä­ner staatlicher Geldschöpfung den Ausweg aus der Schuldenkrise.

Da Staatsschulden auf lange Sicht überall ausgeweitet werden, scheint die Angst vor daraus folgender Inflation tatsächlich unbegründet. Der Vor­schlag der Mone­tative den Zinsforderungen der Banken durch staatliche Geldschöpfung zu ent­gehen, erscheint deshalb folgerichtig. Um die Nach­haltigkeit dieses Lösungs­vor­schlages zu prüfen, soll hier den sich aus dem oben skizzierten Widerspruch erge­ben­den Fragen nachgegangen werden.

 

1.     Warum muss der Staat seit Jahrzehnten die Konjunktur durch immer neue Programme ankurbeln?

2.     Warum erzeugt Staatsverschuldung keine entsprechende Inflation? An­ders gefragt, wo landet das Geld aus staatlicher Geld­schöpfung?

3.     Wofür zahlt der Staat Zinsen, wenn:

a.  Geld aus dem Nichts entsteht,

b.  staatliche Bürgschaften illiquiden Banken wieder Zahlungsfähigkeit verschaffen, weil die staatlichen Garantien aus dem Geld der Ge­schäftsbanken voll gültiges staatliches Zahlungsmittel machen?

 

Die Monetative stellt diese Fragen nicht. Sie fokussiert allein auf den durchaus spannenden Punkt: Warum kann der Staat nicht selbst Geld schöpfen, da er im Krisen­fall doch als un­umschränkter Garant des Geld­wertes fungiert? Sehen wir zuerst, wohin uns die anderen Fragen führen.

 

Zu 1: Der Staat muss ständig neues Geld in den Wirtschaftskreislauf pum­pen, weil durch Profitakkumulation unentwegt Geld aus der Real­wirt­schaft abgezogen wird. Dieses Geld fließt in die Finanzwirt­schaft und nur ein klei­ner Teil davon kehrt später in die Real­wirt­schaft zurück. Infolge dessen wird Geld für Waren­käufe knapp. Um Absatzkrisen zu vermeiden und eine Deflations­spirale zu ver­hindern, muss der Staat den Geldabfluss aus der Real- in die Finanzwirt­schaft durch sogenannte Konjunkturprogramme ausgleichen. Er muss stets mehr aus­geben als er einnimmt, damit einige stets mehr einnehmen können als sie ausge­ben.

 

Zu 2: Da das durch staatliche Kreditaufnahme geschaffene Geld über den Umweg der Realwirtschaft nach und nach in die Finanzwirtschaft abwan­dert, wird die in der Realwirt­schaft zirkulierende Geldmenge kaum größer. Trotz absolut wachsen­der Geldmen­ge, bleibt die warennachfragende Geld­menge weitestgehend kon­stant. Während die in der Finanzwirtschaft zir­ku­lie­ren­de Geldmenge immer schnel­ler wächst, bleiben die Warenpreise vergleichsweise (!) sta­bil.

Statt dessen steigen die Wertpapierpreise, was bekanntlich erwünscht ist. Diese Preisinflation (Hausse) scheint geradezu notwendig zu sein. Sobald das Wachs­tum an den Börsen zusammenbricht, sehen sich Regie­run­gen gezwungen, Ban­ken zu retten.

Dazu müssen sie ent­weder für die illiqui­den (zahlungsunfähigen/„in Schief­lage ge­ratenen“) Banken bürgen, oder beim krisen­geschüttelten Bankensektor Kredite auf­nehmen, um Geld zu schaffen, mit dem illiqui­de Banken ihre Spielschulden be­zahlen können. Wenn vom Bankensektor dann Zinsen für die Rettung von Ban­ken verlangt werden, fragt man zu Recht nach dem Sinn dieses Geld­systems. Denn in diesem Fall verdienen die einen Banken an der Rettung der anderen, wo­bei deren Rettung zugleich den eigenen Bankrott verhindert.

 

Zu 3a: Die Zinsforderungen werden von den Banken zunächst dadurch be­grün­det, dass Banken Dienstleistungsunternehmen sind, die ihre Betriebs­kosten aus Zinseinnahmen bestreiten müssen. Zu solchen Zwecken erhe­ben Banken jedoch auch Kreditprovisionen und Kontogebühren.

Außerdem verweisen die Banken auf ihre Pflicht zur Bildung von Rück­la­gen zur Absicherung gegen Kredit­ausfälle. Irgendwie reichen die Rück­lagen aber nicht, um die faulen Kredite aus den Bankbilanzen zu tilgen.

Ist das Bilanzloch schließlich zu groß und die Zahlungsunfähigkeit nicht mehr zu verschleiern, muss der Staat als Bürge oder gar als Zahlmeister für die insol­venten Schuld­ner der Bank einspringen. Nimmt der Staat dazu bei einer Bank ver­zinste Kredite auf, um einer an­deren Geld zur Tilgung fremder Schulden zu zahlen, fragt man nach dem Recht Zinsen zu erheben. Haben die Banken ihre Zinsforderung nicht da­mit begründet, sich gegen Kreditausfälle absichern zu müssen? Wenn bei Kreditausfällen aber nicht die Bank, sondern der Staat die Schulden tilgt, warum erhält die Bank und nicht der Staat die Zinsen?

 

Zu 3b: Da Banken ihre Einnahmen nicht hinreichend zur Ab­siche­rung ihrer Kreditgeldschöpfung verwenden (sondern große Teile als Ge­win­ne auszahlen), zwingen sie den Staat, die Haftung für faule Kredite zu übernehmen. Da der Staat jedes Geld (auch wertloses Buchgeld der Ban­ken) per Gesetz zum voll gültigen Zah­lungsmittel erklären kann, hat er die Macht, im Krisenfall zum unan­gefochtenen Garant des von den Banken ge­schöpften Geldes zu werden. So wird doppelt unverständlich, warum er Zinsen zahlen muss.

 

Es zeigt sich, dass die heutigen Banken keine sehr soliden Geldschöpfer sind. Doch wer garantiert, dass der Staat ein besserer Geldschöpfer ist? Würde er sein Recht auf unbeschränkte Geldschöpfung nicht (z.B. vor Wahlen) nutzen, um po­pu­läre Projekte zu finanzieren? Werden beispielsweise neue Stellen im Sozial- oder Bildungs­bereich geschaffen, erhöht sich das Warenangebot dadurch nicht. Wenn nur die Geld- nicht aber die Warenmenge steigt, kommt es zu Inflation. Die kann zwar durch Geldabfluss in die Finanzwirtschaft bald wieder sinken, der Preisverfall kann dann jedoch eine Rezession bewirken.

Um solche Wechselbäder zu verhindern, fordert die Monetative eine Art staat­liches Wäh­rungsamt, das die Geldmenge an Hand eines Preisindexes steuert. Aus zwei Gründen halte ich es für unmöglich, durch ein Wäh­rungs­amt stabile Preise zu gewährleisten.

Erstens lässt sich kein absoluter Preis­index aufstellen. Es können nie alle Preise mitsamt ihren regionalen und saisonalen Schwankungen erfasst werden. Jeder Preisindex ist deshalb manipulierbar. Zweitens lässt sich eine politische Einfluss­nahme auf das Währungsamt kaum vermeiden. Es ist unrealistisch, anzuneh­men, dass nicht spätestens in Krisenzeiten (infolge Naturkatastrophen oder Krieg, wobei der Krieg nicht unbedingt im eigenen Land stattfinden muss) eine Lockerung der Wäh­rungs­politik erfolgt. Die Geschichte kennt hierfür zahlreiche Beispiele, denn staat­liche Geldschöpfung hat es bereits in der Antike und im Feuda­lismus gege­ben.

Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass der Staat sein Geldschöpfungs­mono­pol nicht genauso missbrauchen wird, wie es die Banken heute tun. Ein solcher Miss­brauch kann nur durch eineindeutige Geldschöpfungs­re­geln ver­hindert werden, deren Verletzungen zeitnah erkannt und geahn­det werden können müssen. Geld­schöpfung durch ein staatliches (schwer kontrol­lier­bares) Währungsamt auf Basis eines (manipulierbaren) Preis­indexes stellt kein eineindeutiges, demo­kra­tisch kon­trollierbares Regel­werk dar.

Aus der Geschichte staatlicher Geldschöpfung wissen wir, dass Geld- und Wäh­rungsgesetze immer vor allem von den autorisierten Geld­schöp­fern selbst ge­brochen wurden. So ist z.B. die Geschichte der Falsch­münze­rei vor allem eine Geschichte königlicher Münzfälschung, auch wenn natür­lich immer nur die priva­ten (unautorisierten) Münzfälscher gehängt wurden.

Geldschöpfungsmonopole führten immer dazu, die politische Macht in den Hän­den der Geldschöpfer zu konzentrieren. Staatliche Geld­schöpfung führt deshalb nach allen geschichtlichen Erfahrungen unweigerlich zu Neoabsolutisti­schen Macht­strukturen.

Allerdings werden diese absolutistischen Strukturen wie in der Vergangen­heit nicht von Dauer sein, zumindest, solange eine Finanzwirtschaft exis­tiert, in der sich mehr und mehr Geld sammeln kann. Je größer der dort zirkulierende nicht durch Waren­werte gedeckte Geldüberhang wird, desto größer das Interes­se der Geldvermögenseigentümer, das Geldschöp­fungs­monopol des Staa­tes abzu­schaf­fen. Denn ohne Möglichkeit zur Geldmen­gen­ausweitung durch staatliche Geld­schöpfung entstünde bei Geldbedarf eine Kredit­nach­frage nach ihrem Geld, so dass sie Zinsen erpressen können.

Das Ändern der Geldschöpfungsregeln ließe sich durch konzer­tierte Aktio­nen der Superreichen leicht erzwingen. Sie könnten beispielsweise die Prei­se von Grund­nahrungsmitteln durch gezielte Käufe hochtreiben, so dem Volk vor­führen, wie unsolide das System staatlicher Geldschöpfung ist, denn bei schnellen Markt­inter­­ventionen hätte das Währungsamt keine Chance gegenzusteuern. Wenn der Volks­zorn kocht, könnten sich die Spekulanten durch Verkauf billiger Nahrungs­mittel als Retter inszenieren. Neue Gesetze sind dann bald auf den Weg ge­bracht.

Nichtsdestotrotz kann staatliche Geldschöpfung vorübergehend dem Machterhalt der Eigentümerklasse dienen. Denn ehe die großen Geldvermögen bei einem Zu­sammenbruch unsere Banken- und Geldsystems einfach verschwinden, ist es allemal attraktiv das gesamte Buchgeld per Gesetz zu vollgültigem staatlichem Zahlungsmittel zu erklären. Die Eigentümerklasse wird den Umstand, dass dann nicht mehr private Banken, sondern ihr Staat das Geld schöpft, er­tragen, da er hilft, das zur Zeit schwindende Vertrauen in unser Geld neu zu festigen. Irgend­wann wird die Zeit reif sein, den Staat wie oben skizziert zu entmachten.

Ich halte es daher für wahrscheinlich, dass ein System staatlicher Geldschöpfung ge­nauso per Unfall (per Notgesetz) in die Welt tritt, wie einst das Notenbank­system inthronisiert, bzw. das Goldstandardsystem entthront wurde. Da es an der bestehenden Vermögensverteilung nichts ändern wird, sollte es eher darum gehen, ein System staatlicher Geldschöpfung zu verhindern, statt dafür zu wer­ben.

Mir scheint die Idee einer staatlichen Geldschöpfung mit einem demo­kra­­ti­schen Gesellschaftsideal nicht unvereinbar. Demokratie braucht de­mo­kratische Geld­schöpfungsregeln, siehe hierzu meinen Text über warengedecktes Geld.

 

Frankfurt am Main, 27.2.2012

Mittäter – Medien

Januar 5th, 2012

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Neue Wege?

Oktober 24th, 2011

Globalisierungsgegner protestieren gegen Rohstoffspekulation.

Oktober 17th, 2011


Demonstration vor der Frankfurter Börse

 

Verdammt schnell sind diese Organisatoren, Demonstrationen kurzfristig und weltweit an einem Tage aufzuziehen, damit die Medien etwas zu berichten haben! 

Der 15. Oktober wurde zu einem Demonstrations-Super-Ereignis. Seltsamerweise wochenlang vorher angekündigt, an diesem Tage würde etwas passieren. Toll wurde es nun allerdings doch nicht. Wir dachten schon an Schlimmeres, denn wenn die Propheten schreien, fürchtet man sogleich wieder einen Überfall auf irgend ein Land, das den Geldsäcken mißfällt.

„Wall Street besetzen!“  hatte im August-September als Protestbewegung durch Großbanken enteigneter US-Bürger anscheinend einen spontanen Anfang genommen.  Ominös!

Jetzt wurde etwas ganz Großes daraus gemacht. Die Regie arbeitete auch in der Bundesrepublik mit ihrer allzeit bereiten linken Gefolgschaft in „50 deutschen Städten“, wie die halbamtlichen Zahlen der Demonstranten beweisen:

5000 in Frankfurt,  1500 in Köln,  6000 in Berlin, die anderen scheinen nur wenige auf die Straße bekommen zu haben, so daß keine Zahlen verfügbar sind.  Auch in London waren es nur 1000, in Zürich gerade mal 200, 100 in Kapstadt, 60 in Johannesburg, 600 in Seoul, 120 in Tokio, 200 in Hong Kong,  800 in Sydney.  In New Yorks Manhattan randalierten  so viele, daß 700 Maulhelden von der Polizei festgenommen wurden. Aber knüppelschwingende Polizisten machen ja diese Umzüge erst berichtenswert. Wir erlebten oft genug bei den G8 Konferenzen ähnliches.

Der Stimmaufwand der Demonstranten entsprach üblichen, freilich längst abgedroschenen, marxistisch-linken Hirnblähungen, die immer wieder von kommunistischen Paradies träumen: Dazu werden von den Medien passende Zitate  zorniger Demonstranten aufgetischt und weltweit verbreitet: In New York:“Ein weltweiter Aktionstag gegen die Raffgier der Wall Street“. „Die Protestbewegung wird organisieren, diskutieren, und eine Bewegung für eine andere Welt aufzeigen, die von den Superreichen 1% beherrscht wird,“ heißt es auf der website von „Occupy Sydney“.  In Hong Kong erklärte Lee Chun Wing, 29 (Name unbedingt merken!): „Hong Kong ist ein Paradies für Kapitalisten! Reichtum wird von Arbeitern geschaffen, Kapitalismus ist ein ungerechtes System!“  Levin Jiang, 22, (Name unbedingt merken), Studuent der Katholischen Universität in Taipeh, Taiwan, sang mit den Demonstranten die Internationale  und erklärte Medien-Journalisten: „ Die ungerechte kapitalistische Gesellschaft ärgert mich. Ich bin Antikapitalist!“  Das sind beachtliche Meinungen und Nachrichten, die die Welt wissen muß!

Diese Sorte Sprüche ist wirklich nicht neu. Zu ergänzen wäre beispielhaft die Klage einer US-Demonstrantin, die sich im Weltnetz über die Zensur beschwerte, weil die Organisatoren der Umzüge nicht-konforme Plakatideen verhinderten und verboten! Sie fragte öffentlich: „Kann diese Bewegung nicht eine George-Soros-Produktion sein? Offenbar ist da eine Führung, die streng überwacht, was bei diesen Demonstrationen zu sagen erlaubt ist.“

Kevin McDonald in theoccidentalobserver.com:

„Die Bewegung „Wallstreet besetzen“ und ihre vielen Ableger sind eindeutig eine Schöpfung der Linken…es ist eine Ironie, daß in der OWS (Occupy Wall Street)-Bewegung  eine auffallend jüdische Einflußnahme sichtbar geworden ist (siehe: „‚Besetze Wall Street‘ nimmt eine jüdische Färbung an“; JTA, 11-10-2011)….Progressive Aktivisten  übernehmen die Absichten der Protestler mit jüdischen Thesen, Chabadniks nahmen sich die Gelegenheit, um Mitzvahs zu feiern, in einem Sukkuh zu sitzen;  OWS Proteste sind ein Gelenk jüdischen Ferments geworden. Auch in Boston und Philadelphia hielten die jüdischen Aktivisten  an den Demonstrationsplätzen  Jom Kippur-Feierlichkeiten ab. ‚Wo man Judaismus findet, ist für viele von uns isoziale Gerechtigkeit‘, sagte Regina Weiss, Sprecherin der Fortschrittlichen Jüdischen Allianz. Es gibt nichts wichtigeres als in der heiligsten Nacht des Jahres, Jom Kippur, aufzustehen und sich zum Judentum zu bekennen, und für größere Gleichheit im ganzen Land einzustehen.“

„Was wir bei den jüdischen Protestorganisatoren nicht finden, ist irgend eine Andeutung auf jüdische Herrschaft der Wallstreet. Vorigen Donnerstag, auf dem Wege zur Arbeit, hörte ich Bill Handel, einen jüdischen Radio-Sprecher, der sich über die Proteste folgendermaßen ausließ. „Es ist mein Stamm, der Wall Street beherrscht- was soll mich da aufregen:“ …Wir können nicht damit rechnen, daß sein Kommentar von den Medien ausgeschlachtet wird.

Selbstverständlich sitzen die Juden in den beherrschenden Stellungen der Wall Street. Dieses Generalthema wurde bereits woanders besprochen in „Unsere unethische Finanzelite“ und  „Hat jüdisches  Verhalten etwas mit der jüdischen  Einstellung zum Geld zu tun?“

Aber man erwarte nicht, daß die OWS Proteste darüber einen Hauch andeuten- der einsame Mensch, der sich darüber ausläßt, muß mit viel Ärger rechnen, wenn er das ausspricht.“

 

Wir haben oft genug erklärt, daß Demonstrationen, Massenumzüge, Wahlen u.a.m. gegen die Geld- und Finanzpolitik der Machthaber sinn- und zwecklos sind. Wie im obigen Bericht  dargetan, wurden ehrlich gemeinte Proteste und Protestierende umgehend von Agenten der Geldmacht übernommen, abgebogen und dann zum Kasperltheater aufgebauscht. „Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er es beim Kragen hätte.“ Abgesehen davon, daß Politiker und demokratische Regierungen nicht den Volkswillen auszuführen wagen, aber umso williger den ihrer geldreichen Hintermänner. Das System ist so verfault, daß man die Geduld aufbringen muß, auf seinen Zusammenbruch zu warten. Der kommt so sicher wie die Sonne abends untergeht.

 

Georg Kausch